Broome hat uns noch einmal mit Lebensmitteln versorgt und dann ging’s Richtung Süden auf den Great Northern Highway. Ziel war der „80 Mile Beach“ – ein 140km langer Sandstrand. Wir wollten am Strand unser Zelt aufbauen und die Wellen genießen. Aber es kam mal wieder anders. Am nördlichen Ende des Strandes gab es einen Zeltplatz, den wir aber meiden wollten. Wir suchten nach einer einfachen Strandzufahrt um allein am Meer zu campen. Nun sind ja die Australier sehr geschäftstüchtig und nun haben wir sage und schreibe auf 140km keinen einzigen Zugang zu dem in jeder Broschüre hoch gepriesenen Strand gefunden. Ein durchgängiger Zaun blockierte jeden Strandbesucher. Am Ende des 80 Mile Beaches gab es ein Natur Reservat des Staates (extra Eintritt – unser Nationalparkpass des Landes wurde, warum auch immer nicht anerkannt) und Campinggebühren. Laut Ranger sei es auch ein Natur Reservat und kein Nationalpark. Schönes Wortspiel um mehr Geld zu verdienen. So ließen wir den Strand halt hinter uns – wir haben ja gerade 14 super Tage am Strand verbracht – und fuhren weiter in Richtung Port Hedland. 600km ohne eine interessanten Ausblick – nur Buschland. Port Hedland ist eine, nach unserem Empfinden, schmutzige und ausgesprochen hässliche Industriestadt und nach einem Ölwechsel am Auto verließen wir die Stadt so schnell es ging. Port Hedland wird übrigens als „Economic heartbeat Western Australias“ verkauft – dem ökonomischen Herzschlag Australiens. Schönreden können sie’s – die Aussies! Weitere ca. 350km (durch trockenes und ödes Land) brachten uns südlich in die Pilbarra-Region in den Karijini-Nationalpark. Hier planten wir zwei Tage und die hatten es nach 1000km NICHTS mal wieder in sich. Ein wunderschönder Park mit grandiosen Schluchten, irren Wanderwegen (wo man schon mal bis zur Brust durch kaltes Wasser laufen muss…) und herrlichen Lookouts für gute Fotos. Wir machten (fast) alle Wanderwege, die man begehen konnte. Außer die Klasse 6, die war nur für organisierte Touren mit Abseilen und Klettern mit Ausrüstung. Aber „Grad 5“ Wege, wie oben angedeutet, sind wir auch gelaufen und hatten dabei eine Menge Spaß. Wenn man schon die weiteStrecke in Kauf nimmt, sollte man unbedingt so viel wie es geht im Park anschauen. Es lohnt sich. Die Pilbarra-Region – als Naturhighlight angepriesen – empfanden wir eher als Enttäuschung (abgesehen vom Karijini-Nationalpark). Hier gibt es zwar Berge, die von Weitem hübsch aussehen, aber sonst nur Steine, trockenes Gebüsch und trockene Bäume, altes und vertrocknetes Spinifex-Gras und sonst nur jede Menge Staub. Hier sind auch die Minen, die Städte wie Port Hedland mit Eisenerz versorgen. Hier gibt es die größten offenen Tagebauminen der Welt und die Städte (Mining towns) wie „Newman“ und „Tom Price“ und am Ende auch Port Hedland leben nur vom Eisenerz. Beeindruckend sind allerdings die Transporte. Jeden Tag kommen Züge aus Newman in Port Hedland an, die mehr als 2km lang sind. Riesige Verladeschiffe liegen im Hafen und warten auf das Eisenerz – über 200 im Jahr. Wer Roadtrains mag, auf der Strecke von Port Hedland nach Newman, haben wir alle 2 Minuten einen gesehen. Die Trucks, die das Eisenerz aus dem Tagebau zum Zug fahren sind die Größten der Welt. Es sieht aus, als ob ein Haus angefahren kommt. 170t Ladegewicht, mit Reifen doppelt so hoch wie ein Mensch. Meist werden die Trucks von Frauen gefahren (gehen wohl zärtlicher mit dem Ding um…) und verdienen bis 170.000 AU$ im Jahr!!! Demzufolge sind die Städte sehr teuer – Lebensmittel, Ölwechsel, Häuser usw.
Nun sind wir gerade auf der Straße nach Exmouth, wo unser nächstes Ziel liegt (wieder 600km durch Buschland!) und da um die Ecke rum liegt der Cape Range Nationalpark mit seinen türkisfarbenen märchenhaften Stränden und Schnorchelmöglichkeiten. Hoffentlich spielt das Wetter mit, den wir merken sehr deutlich, dass wir den tropischen Norden verlassen und uns auf den Weg in den Süden machen, wo immer noch eine Weile Winter ist. Aber wir sind gut vorbereitet und freuen uns auch darauf.
Der Weg von Tom Price nach Exmouth war genauso „spannend“ wie der Weg die Tage zuvor. Wir campten zwei Nächte etwas abseits der sehr verkehrsarmen Straße und nutzten einen freien Tag für das Auto, um mal wieder aufzuräumen, den Herd zu reinigen, Pfannengriff wieder festschrauben und solche nützlichen Dinge, zu denen man abends nach einem anstrengenden Reisetag keinerlei Ambitionen mehr verspürt. Am Abend zog dann tatsächlich ein Gewitter auf und es regnete die halbe Nacht in Strömen. Blöd war nur, dass wir auf einem normalen Erdboden ohne Gras (gibt‘s da eh nicht…) unser Zelt aufgeschlagen haben und dann morgens tief im Schlamm standen. War halt Pech gehabt. Zum Glück kam ich mit dem Auto aus dem Matsch wieder raus. Ein PKW hätte keine Chance gehabt. Einen Tag später (155km vor Exmouth) mussten wir noch einmal an der Straße übernachten, aber der Regen war in dieser Region nicht unterwegs. So stand uns eine trockene Nacht bevor. Allerdings haben die lästigen Fliegen wieder stark zugenommen und das kann einem doch manchmal den Appetit verderben. Australien ist ein Reiseland extremer Reisebedingungen. Dessen muss man sich immer wieder bewusst werden. Nicht nur die permanente Hitze macht uns Mitteleuropäern etwas zu schaffen, auch die Insektenvielfalt lässt sich nicht immer so ohne weiteres ertragen. Aber keine Sorge, auch mir gehen die kleinen Biester schrecklich auf den S… Man kann wedeln so viel man will, nach drei Sekunden hat man wieder eine irgendwo im Gesicht sitzen. Aber nun wieder zu etwas Angenehmeren. Wir erreichten Exmouth, kauften noch ein paar frische Sachen und fuhren um die Landspitze herum auf die Westseite und erreichten den Yardie Homestead Caravan Park – unser Camp für die nächste Woche. Eine gute Wochenrate machte einen Aufenthalt auf dem Campingplatzt gegenüber denen im Cape Range Nationalpark nur unerheblich teurer, hat man dafür aber Duschen, eine Camp-Küche mit Kühlschrank und ein Office, wo man neues (weißes Buttertoast) Brot kaufen kann. Der Cape Range Nationalpark liegt an Land und grenzt an den Ningaloo Reef Marine Park im Wasser. Es gibt über eine Strecke von mehr als 50 Kilometern zahllose Buchten. Die Strände sind meist relativ einsam und das Wasser glasklar und türkisschimmernd bis zum Außenriff. Somit ergibt sich eine Art Lagunenstreifen in denen Korallen wachsen und viele Fische verschiedenster Größe und bunt wie ein Farbkasten schwimmen. Das Schnorchelrevier „Oyster‘s Stack“ war einfach hervorragend. Wir haben hier noch mehr Fische gesehen als am Great Barrier Reef in Queensland. Zum Baden ist bestens die Turquoise Bay geeignet. Ein herrlicher Strand mit bester Wasserqualität und relativ ruhig durch des Außenriff wo sich in vielleicht 100m Entfernung vom Strand die Wellen brechen. Vom Strand konnten wir auch Wale beobachten. Die Sonne ist noch sehr intensiv und Schatten gibt es leider keinen. So werden wir wohl morgen mal unseren Sonnenschirm ausprobieren. Wir sind zwar schon dunkelbraun wie Vollmilchschokolade (so braun waren wir schon 10 Jahre nicht mehr…), aber selbst heute haben wir uns über das Braun noch verbrannt. So werden wir noch ein paar Tage die verschiedenen Strände des Parks ausprobieren, an der Spitze der Landzunge gibt es noch ein Schiffswrack und am südlichen Ende des Parks, am Yardie Creek, ist noch eine Bootstour geplant. Abends gehen wir oft vor dem Camp an eine Tränke und beobachten Tiere. Gibt es doch hier in der Gegend sehr viele Kängurus und Emus. Gestern hat Kathleen kurz ein Echidna (Ameisenigel) gesehen, aber es verschwand gleich in einer Höhle. Wir bleiben aber dran und hoffen, dass es sich uns noch mal zeigt. Die Gegend zieht natürlich auch die Hobbyfischer an und gleich nach unserer Anreise begannen drei Männer an der Fischputz-Station irgendwas zu reinigen und zu schneiden. Beim näheren Hinsehen und im Gespräch mit den drei waschechten Aussies, entpuppten sich die Dinger als Tintenfische und so sahen die Herren auch aus – voller Tinte. So bekamen wir später eine Tüte voll Tintenfischringe geschenkt und in Mehl, Salz und Pfeffer gedreht und anschließend ganz kurz auf den Grill gehauen, schmeckten sie sogar ganz gut, obwohl ich wohl nie ein Fan von Meeresfrüchten werde. Aber egal, nun kann ich mitreden und habe für mich wieder eine kulinarische Lücke geschlossen.
Nun sind wir gerade auf der Straße nach Exmouth, wo unser nächstes Ziel liegt (wieder 600km durch Buschland!) und da um die Ecke rum liegt der Cape Range Nationalpark mit seinen türkisfarbenen märchenhaften Stränden und Schnorchelmöglichkeiten. Hoffentlich spielt das Wetter mit, den wir merken sehr deutlich, dass wir den tropischen Norden verlassen und uns auf den Weg in den Süden machen, wo immer noch eine Weile Winter ist. Aber wir sind gut vorbereitet und freuen uns auch darauf.
Der Weg von Tom Price nach Exmouth war genauso „spannend“ wie der Weg die Tage zuvor. Wir campten zwei Nächte etwas abseits der sehr verkehrsarmen Straße und nutzten einen freien Tag für das Auto, um mal wieder aufzuräumen, den Herd zu reinigen, Pfannengriff wieder festschrauben und solche nützlichen Dinge, zu denen man abends nach einem anstrengenden Reisetag keinerlei Ambitionen mehr verspürt. Am Abend zog dann tatsächlich ein Gewitter auf und es regnete die halbe Nacht in Strömen. Blöd war nur, dass wir auf einem normalen Erdboden ohne Gras (gibt‘s da eh nicht…) unser Zelt aufgeschlagen haben und dann morgens tief im Schlamm standen. War halt Pech gehabt. Zum Glück kam ich mit dem Auto aus dem Matsch wieder raus. Ein PKW hätte keine Chance gehabt. Einen Tag später (155km vor Exmouth) mussten wir noch einmal an der Straße übernachten, aber der Regen war in dieser Region nicht unterwegs. So stand uns eine trockene Nacht bevor. Allerdings haben die lästigen Fliegen wieder stark zugenommen und das kann einem doch manchmal den Appetit verderben. Australien ist ein Reiseland extremer Reisebedingungen. Dessen muss man sich immer wieder bewusst werden. Nicht nur die permanente Hitze macht uns Mitteleuropäern etwas zu schaffen, auch die Insektenvielfalt lässt sich nicht immer so ohne weiteres ertragen. Aber keine Sorge, auch mir gehen die kleinen Biester schrecklich auf den S… Man kann wedeln so viel man will, nach drei Sekunden hat man wieder eine irgendwo im Gesicht sitzen. Aber nun wieder zu etwas Angenehmeren. Wir erreichten Exmouth, kauften noch ein paar frische Sachen und fuhren um die Landspitze herum auf die Westseite und erreichten den Yardie Homestead Caravan Park – unser Camp für die nächste Woche. Eine gute Wochenrate machte einen Aufenthalt auf dem Campingplatzt gegenüber denen im Cape Range Nationalpark nur unerheblich teurer, hat man dafür aber Duschen, eine Camp-Küche mit Kühlschrank und ein Office, wo man neues (weißes Buttertoast) Brot kaufen kann. Der Cape Range Nationalpark liegt an Land und grenzt an den Ningaloo Reef Marine Park im Wasser. Es gibt über eine Strecke von mehr als 50 Kilometern zahllose Buchten. Die Strände sind meist relativ einsam und das Wasser glasklar und türkisschimmernd bis zum Außenriff. Somit ergibt sich eine Art Lagunenstreifen in denen Korallen wachsen und viele Fische verschiedenster Größe und bunt wie ein Farbkasten schwimmen. Das Schnorchelrevier „Oyster‘s Stack“ war einfach hervorragend. Wir haben hier noch mehr Fische gesehen als am Great Barrier Reef in Queensland. Zum Baden ist bestens die Turquoise Bay geeignet. Ein herrlicher Strand mit bester Wasserqualität und relativ ruhig durch des Außenriff wo sich in vielleicht 100m Entfernung vom Strand die Wellen brechen. Vom Strand konnten wir auch Wale beobachten. Die Sonne ist noch sehr intensiv und Schatten gibt es leider keinen. So werden wir wohl morgen mal unseren Sonnenschirm ausprobieren. Wir sind zwar schon dunkelbraun wie Vollmilchschokolade (so braun waren wir schon 10 Jahre nicht mehr…), aber selbst heute haben wir uns über das Braun noch verbrannt. So werden wir noch ein paar Tage die verschiedenen Strände des Parks ausprobieren, an der Spitze der Landzunge gibt es noch ein Schiffswrack und am südlichen Ende des Parks, am Yardie Creek, ist noch eine Bootstour geplant. Abends gehen wir oft vor dem Camp an eine Tränke und beobachten Tiere. Gibt es doch hier in der Gegend sehr viele Kängurus und Emus. Gestern hat Kathleen kurz ein Echidna (Ameisenigel) gesehen, aber es verschwand gleich in einer Höhle. Wir bleiben aber dran und hoffen, dass es sich uns noch mal zeigt. Die Gegend zieht natürlich auch die Hobbyfischer an und gleich nach unserer Anreise begannen drei Männer an der Fischputz-Station irgendwas zu reinigen und zu schneiden. Beim näheren Hinsehen und im Gespräch mit den drei waschechten Aussies, entpuppten sich die Dinger als Tintenfische und so sahen die Herren auch aus – voller Tinte. So bekamen wir später eine Tüte voll Tintenfischringe geschenkt und in Mehl, Salz und Pfeffer gedreht und anschließend ganz kurz auf den Grill gehauen, schmeckten sie sogar ganz gut, obwohl ich wohl nie ein Fan von Meeresfrüchten werde. Aber egal, nun kann ich mitreden und habe für mich wieder eine kulinarische Lücke geschlossen.
