Am zweiten Tag in Pattaya hatten wir uns ein Hotel mit einer guten Wochenrate rausgesucht. Es lag ein wenig abseits vom Trubel, aber wir besorgten uns für die Woche noch ein Moped für sehr wenig Geld. Warum haben wir uns Pattaya ausgesucht? Ich habe im Internet von einem deutschen Zahnarzt gelesen, der sehr gute Bewertungen hat. So habe ich mir einen Termin gemacht und wollte ihm so eine Woche mehr Zeit geben, falls was zu tun ist. Da man ja mittlerweile in Deutschland auch (fast) alles allein zahlen muss, wollten wir das günstige Asien noch nutzen. Eine Untersuchung war kostenlos und es wurde aber zum Glück nichts gefunden. Nur eine professionelle Zahnreinigung war angesagt und die haben wir beide machen lassen. (Wen es interessiert: 900 Baht pro Person =21 EUR). Somit hatten wir 6 Tage zur freien Verfügung und konnten die Tage in Pattaya mit einem Hollywood-Lächeln genießen. Dachten wir. Hier muss man sagen, dass Pattaya zwar den Ruf einer Urlaubsstadt hat, aber nicht nach unserem Geschmack. Es gibt unzählige Bars, Kneipen, Restaurants und sonstige Einrichtungen und dazwischen jede Menge Thai-Frauen, die auf die zahlungskräftigen, meist älteren Männer warten. Laut einem Magazin sind es circa 30.000. Die Schilder, Speisekarten und Tourenangebote sind alle in Russisch, sind doch anscheinend die Russen die meisten Touristen in Pattaya. Der Strand ist, sofern man denn wegen Privatnutzung der teuren Resorts überhaupt rankommt, schmal und überbevölkert von leeren Sonnenstühlen. Diese, meist schon mächtig in die Jahre gekommen Holzdinger stehen zur Miete kilometerlang in Reihe und Glied. So haben wir uns die Zeit mit rumrollern und lesen und faulenzen vertrieben und nach einer Woche bestiegen wir am Dienstag den Bus nach Bangkok. Also nach Pattaya wird es uns wohl nie wieder ziehen. In Bangkok sind wir mit dem Stadtbus zu unserer geplanten Unterkunft gefahren, wo wir ab Freitag gebucht hatten. Wir haben einen Rucksack untergestellt und weiter ging die Fahrt nach Damneon Saduak. Die genaue Schreibweise dieses Ortes ist wohl nicht bekannt, an mehreren Straßenschildern gibt es verschiedene Schreibweisen. Dieser kleine Ort ist durch seinen Floating Market bekannt. Aber nur dem. Sonst gibt es nichts zu sehen und die meisten Touristen fahren nur als Tagestour zum Markt. Wir kamen abends an und fanden auch schnell das einzige Hotel im Ort. Es war in Ordnung, nicht der Knaller, aber akzeptabel. Essen gab es auf der Straße in der Garküche, ein Restaurant sucht man hier vergeblich. Der Hotelmitarbeiter organisierte aber noch eine Bootstour über den schwimmenden Markt am nächsten Tag. Punkt 8:00 Uhr ging es los und kurze Zeit später schipperten wir schon entlang den kleinen Kanälchen vorbei an unzähligen Ständen, wo man direkt vom Boot aus einkauft oder auch aus Booten, die einem entgegen kommen. Es war sehr interessant. Leider war der Schwimmende Markt mittlerweile so weit, dass mehr kitschige Touristensouvenirs angeboten wurden, als lokale Waren und Lebensmittel. Aber so ist es meistens. Nach dieser Tour sind wir weiter in die Stadt Kanchanaburi gefahren. Kennt fast kein Mensch, aber die Brücke dort, die kennt fast jeder. Durch Kanchanburi fließt ein Fluss – der Kwai. Und über den Fluss gibt es eine Brücke aus Holz. Die Brücke am Kwai. Bekannt geworden aus dem gleichnamigen Roman. Wir buchten für den nächsten Tag eine Tagestour. Start waren die Erawan-Wasserfälle, eine Autostunde entfernt. Hier gibt es sieben verschiedene Level, in denen man baden kann. Von den Fotos am Eingang hat uns am Besten Level 5 gefallen. Essen mitzuführen war nicht erlaubt, saßen und sprangen doch in den Baumwipfeln neugierige und sehr freche Affen und die kennen alle Tricks um an das Essen zu kommen. Nach einem Kilometer kamen wir bei Level 5 an (ich kam mir vor wie im Computerspiel: „Nächstes Level erreicht!“) und nun sollte es ans Baden gehen. Hier gibt es noch eine besondere Spezies von Tieren in dem glasklaren Wasser. Diese kleinen Fische setzen sich sofort auf die Haut und fangen an, die tote Haut ab zu knabbern. Erst kostete es ein wenig Überwindung, dann ein wenig Zeit, das Knabbern zu ertragen, aber nach ein paar Minuten wurde es sehr angenehm. So badeten wir eine Stunde und ließen uns die Arme und Beine beknabbern. Nach dem Lunch ging die Fahrt weiter auf einen Seitenarm des Kwai und wir machten eine halbstündige Floßfahrt mit einem Bambusfloß. So konnten wir ein wenig die Natur und die Ruhe genießen. Danach wurden wir auf einen Elefanten verfrachtet und so schaukelten wir durch Gestrüpp und auch durch den Fluss auf dem Rücken dieses Riesen. Permanent hungrig klaute er mit seinem Rüssel alles, was unterwegs in Reichweite war. Nach diesem Spaß stand noch ein Stopp an der Höhle an, wo im zweiten Weltkrieg die Arbeiter der Bahnstrecke versorgt wurden wenn sie krank waren oder einen Unfall hatten. Dort stiegen wir in den Zug um und fuhren ein paar Stationen mit. Dieser Zug fährt dann auch weiter auf die Brücke nach Kanchanaburi. In der Stadt machten wir noch einen letzten Stopp um uns die Brücke an zu schauen und der Tag war rum. Gegessen haben wir abends wieder auf dem Nachtmarkt. Köstlich frisch und super günstig. Am Freitag stand dann die letzte Tour an – nach Bangkok. Die Betreiber des kleinen Gasthauses in der Nähe der berühmten Khao San Road nahmen uns freundlich auf und nun verbrachten wir noch zwei Tage, um unsere letzten Baht los zu werden. Ein paar nützliche Dinge haben wir auf dem Wochenendmarkt (Chatuchak) im Norden Bangkoks gekauft und heute bummelten wir noch durch das quirlige Chinatown. Später werden wir noch einmal das leckere Pad-Thai essen gehen und dann steht uns die letzte Nacht in Asien bevor. Morgen früh geht es dann zum Flughafen und wir werden hoffentlich gesund und munter in Dresden landen.
Sonntag, 15. Mai 2011
Montag, 2. Mai 2011
Zurück in Thailand
Die Tage in Mui Ne sind dann doch wie im Flug vergangen. Ein spannendes Buch am Strand lässt auch die Zeit verfliegen. Wir haben dann noch einen ganzen Tag in Saigon verbracht. Wir haben wieder im selben Hotel gewohnt, liegt es doch zentral und die günstigsten Zimmer sind die ruhigsten, da sie nur ein ganz kleines Fenster zum Innenhof haben. Aber mit Klimaanlage ist das kein Problem. Wir haben uns noch etwas auf dem nahe gelegenen Markt umgeschaut und ich habe mir nur noch ein Souvenir T-Shirt gekauft. Da Regen war, haben wir auch die Zeit genutzt, schon mal den Arbeitsmarkt im Internet zu durchforsten, denn wieder schnell eine gute Arbeit zu finden, ist uns sehr wichtig. Heute morgen, am 02.05. sind wir dann schon 6:00 Uhr aufgestanden und nach dem check-out holte Kathleen noch ein letztes Mal die lecker belegten Baguettes zum Frühstück, welches wir im Bus zum Flughafen oder im Flughafen direkt einnehmen wollten. Der Bus ließ auch nicht lang auf sich warten und so starteten wir unsere letzte Fahrt in Vietnam. Am Flughafen ging alles reibungslos und einige Zeit später saßen wir auch schon im Flieger der Air Asia in Richtung Bangkok. In Bangkok standen wir wieder sehr lange bei der Einreise. Wir wollten danach noch unsere letzten Vietnamesischen Dongs in Thai-Baht umtauschen (Wert: 5.-EUR), aber die Dinger nimmt einem hier keiner mehr ab. Es war das erste Mal, dass etwas übrig geblieben ist. Aber Kathleen hat sich schon vorgenommen, den 100.000-er an Ihren Computerbildschirm am nächsten Arbeitsplatz zu kleben. So deckten wir uns mit Baht ein und gingen zum Ausgang und holten uns ein Ticket für den Bus in die Stadt. Kurze Zeit später entdeckte Kathleen, dass man für weniger Geld ins 1,5 Fahrstunden entfernte Pattaya fahren kann, wo wir sowieso hinwollten. So konnten wir eine Zwischennacht in Bangkok sparen. Also buchten wir um und dann hieß es warten. Der Bus fuhr aber pünktlich ab und das Platzangebot war riesig. Für 124 Baht (2,93 EUR) konnte man nicht besser reisen. Wir haben das Hotel aufgesucht, in dem wir für die nächste Nacht gebucht haben, aber es waren noch Zimmer frei. Wie wir die letzten zwei Wochen genießen werden, wissen wir noch nicht so genau, nur der 13.05. steht als Rückfahrt nach Bangkok. Wahrscheinlich werden wir noch an unserem Teint ein wenig arbeiten, ist es doch eigentlich zu heiß für straffe Wanderungen und sonstige Aktivitäten.
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