Montag, 17. August 2009

Die ersten Tage on Tour

Seit Donnerstag sind wir nun auf Achse. Am Mittwoch haben wir noch in Queenstown übernachtet, da wir erst nach 19:00 Uhr vom Milford Sound zurück gekommen sind. Donnerstag früh haben wir noch in Ruhe gefrühstückt und uns dann auf den Weg gemacht. Der erste Stopp war gleich hinter Queenstown das kleine Städtchen Arrowtown. Hier waren zwei Straßen im Zentrum so restauriert, wie es zu den Goldgräberzeiten ausgesehen hat. Wer sich einen Western vor Augen hält trifft das Bild ungefähr auch. Vorbei ging es dann an verschiedenen türkis schimmernden Seen und Flüsse über die Orte Cromwell, Omarama und Twizel zum Mount Cook (maori: Aoraki). Dort war es bereits dunkel und wir übernachteten auf dem Campingplatz. Am nächsten Morgen gingen wir den Hooker Valley Track entlang bis zum Stocking Stream. Weiter war leider nicht erlaubt, da die Lawinengefahr im Moment sehr groß ist. Wir haben auch in der Ferne Lawinen gehört und rutschen sehen. Am späten Nachmittag kochten wir noch ein leckeres Essen in einem geschlossenen Unterstand des Campingplatzes. Auf dem Rückweg entlang des Lake Pukaki gelangen uns noch schöne Abendaufnahmen vom Mount Cook und den angrenzenden Bergen. Als wir am Fotografieren waren, hielt neben uns ein Auto und eine ältere Dame mit dicker Wollmütze begann mit uns ein Gespräch über die schöne Aussicht. Diese Stimmung wäre sehr selten und so schön hat sie es noch nie gesehen. 5 Minuten später bot sie uns eine Unterkunft in Ihrem Cottage an und dafür senden wir ihr ein paar Abzüge der gemachten Fotos. Sie wohnt direkt am Lake Pukaki. Am Morgen danach lernten wir noch ihren Mann Gilbert und ihren Hund Nick kennen. Anschließend sind wir an die Küste weiter gefahren bis nach Oamaru. Dort gibt es mit viel Glück Pinguine zu sehen. Die seltenen Gelbaugenpinguine (auf dem 5$-Schein zu sehen) kommen am späten Nachmittag an einen bestimmten Strand. Gelbaugenpinguine sind die seltensten Pinguine der Welt. Wir waren gegen 14:00 Uhr da und entdeckten bereits einen der an den Strand watschelte und sich auch fotografieren ließ. Abends ging der Weg weiter nach Waimate, wo wir auf einem Campingplatz im tiefen Nebel übernachteten. Der Sonntag führte uns über die Scenic-Route 72 hoch Richtung Norden und später Richtung Arthur's Pass. Den ganzen Tag über ließ sich die Sonne nicht blicken und so entschieden wir uns, bis an den Pass heran zu fahren und übernachteten 20 km vor dem Pass. Eine gute Entscheidung denn am nächsten Morgen klarte der Himmel gut auf und so haben wir uns den ganzen Tag Zeit gelassen um den Arthur's Pass zu überqueren. Hinter jeder Kurve gab es wieder ein neues Panorama zu sichten. Zum Frühstück im Arthur's Pass Village sowie an einem Lookout machten wir auch Bekanntschaft mit dem kleinen frechen Kea. Diese Bergpapageienart gibt es nur auf der Südinsel Neuseelands und traut sich sehr an die Menschen heran. Er fliegt auf Autos und kann nicht unerheblichen Schaden anrichten. Im Milford Sound an der Küchentür entdeckte ich das Schild: "Please keep the doors always closed. Keas love to make mess." Auf gut deutsch: Tür zu, Keas wühlen die Küche durch. Und nachdem was ich heute gesehen habe, glaube ich das auch. Nach der Passüberquerung bogen wir noch auf einen Touristendrive ab, der uns an den kleinen See Poerua führte, wo sich in dem stillen Wasser die Berge schön spiegelten. Im Moment sind wir in Greymouth auf der Westküste und werden heute noch über die nächste Zeit beraten, da wir noch die Fähre auf die Nordinsel buchen müssen.