Hier ist mal wieder die Milford-Stimme. Ich habe mich ja ein paar Tage nicht gemeldet und nun habe ich einen Tag allein frei und möchte das nachholen. Kathleen hat einen Tag für eine Kollegin übernommen, die nach Australien in den Urlaub wollte und da muss natürlich Ersatz da sein. So haben viele Kollegen einen Tag übernommen und Jasmine konnte fliegen. Dafür war mein Job, mal wieder unser kleines Zimmer auf Vordermann zu bringen und einen kleinen Berg Wäsche zu waschen – inklusive Bettwäsche und Handtücher. Aber mit 4 Waschmaschinen und 3 Trocknern (Industriegröße) war das eine Sache von knapp 2 Stunden und wenig Arbeit für mich. Aber nun erst mal zu den letzten Tagen. Ich habe, bis auf die letzten zwei Tage, die Zeit auf der „Lady of the Sounds“ oder der „Spirit of Milford“ verbracht. Ich arbeite gerne auf der „Sounds oder LOTS“ wie sie bei uns nur kurz genannt wird. Der Tag beginnt mit einer Frühstückscruise und dann die „Discover more“ Cruise. Zu deutsch: Entdecke mehr! Und das versuchen wir wirklich. Es ist die längste, schönste und teuerste Tour aller Anbieter auf dem gesamten Fjord. Aber die Gäste sind (fast) immer total glücklich, schütteln uns die Hände beim Verabschieden und bedanken sich mehrmals – obwohl wir uns eigentlich bedanken müssten. Naja, die Tour läuft gut und derjenige, der sich diese Tour ausgedacht hat, hat eine saubere Sache hinbekommen. Einige Kollegen meinten nur, dass es etwas schwierig ist, die Leute happy zu machen, wenn es aus Eimern regnet, man nichts sieht und und man drei Stunden auf dem Fjord herum kurvt. Das stimmt natürlich und da ist der Naturführer an Bord gefragt und muss die Leute bei Laune halten. Die letzte Woche hat aber wieder zugeschlagen. Der Himmel ergoss sich bis aufs letzte und manchmal war vom Fjord gar nichts zu sehen. Aber ab heute ist wieder fantastisches Wetter und es soll erst mal bis Mittwoch so bleiben. Ich freue mich drauf, haben wir doch weitere drei Tage frei. Am Anfang der Woche hatten wir mal wieder einen Tag, wo die Gäste mit einem breiten Grinsen von Bord gingen. Nein, nicht wegen Sonnenschein, sondern weil auf allen meinen drei Fahrten an diesem Tag ein Schwarm Delphine (ca. zehn Stück) bis zu zehn Minuten direkt vor dem Schiff mit geschwommen sind. Da sie ja keine Fische sind, müssen sie immer wieder auftauchen und nach Luft schnappen. Ein unglaubliches Schauspiel. Auf der letzten Tour des Tages musste dann einer der Truppe etwas angeben. Er schwamm schneller so fünf Meter vor und sprang 2-3 Meter aus dem Wasser und das dreimal hintereinander. Die Freude der Gäste und vor allem der Kinder an Bord war riesig. Leider hatte ich keinen Fotoapparat oder die Videokamera dabei. Aber vielleicht klappt es noch mal irgendwann. Vor drei Tagen hatte ich ebenfalls eine lustige Situation. Ich stand oben auf dem Sonnendeck und ein Mann neben mir filmte und sprach Deutsch mit sächsischem Dialekt. Ich fragte ihn, wo er denn her komme und er meinte: „Aus Dresden!“. Da sagte ich ihm, dass ich aus Kamenz bin und er darauf hin: „Nicht ganz aus Dresden sondern aus Königsbrück.“ Da es Kathleens Heimatstadt ist, wurde ich gleich hellhörig. Die Frau war eine Lehrerin an der Schule – aber erst nach der Zusammenlegung, die nach meiner Schulzeit war, an der ich mein Abitur gemacht habe. Sie wohnen nur einen reichlichen Kilometer von Kathleens Oma entfernt. Wieder mal ein Beispiel, wie klein die Welt ist. Wenn ich mich da noch an die zufällige Begegnung mit meinen Klassenkameraden mitten in Las Vegas auf dem riesigen „Strip“ erinnere… das war auch 'ne Nummer!
Morgen ist dann erst mal nichts aufregendes angesagt. Ich habe mal vor, mein Wissen zu erweitern, denn ich beschäftige mich gerade mit dem Milford Sound, der Geschichte der Besiedlung und der hier lebenden Tiere. Es ist einfach faszinierend, wenn man seine Unterkunft verlässt und vor der Tür sitzt ein frei lebender Papagei auf dem Weg und schaut einen an. Der Kea. Übrigens der einzige Vogel der Welt, der wohl ein Puzzle lösen kann wie ich hörte. Ich werde ihn wohl um Hilfe bitten, wenn ich mal wieder nicht weiter komme… Am Montag haben wir einen Termin in Te Anau beim Frisör. Die Frau hat das letzte Mal so gut geschnitten, dass ich auf jeden Fall gern wieder hin gehe. Da wir aber kein Auto haben und keine zwei Übernachtungen in Te Anau bezahlen möchten (hin nur nachmittags und zurück nur früh) werden wir uns wohl an die Straße stellen und den Daumen hoch halten. Da es nur eine Richtung gibt, wird irgendwann mal jemand halten. Hm, ich musste auch noch nie 120km zum Frisör trampen… aber wie es halt so ist. Das Leben soll ja spannend bleiben. Ich werde berichten, ob einer angehalten hat.
Morgen ist dann erst mal nichts aufregendes angesagt. Ich habe mal vor, mein Wissen zu erweitern, denn ich beschäftige mich gerade mit dem Milford Sound, der Geschichte der Besiedlung und der hier lebenden Tiere. Es ist einfach faszinierend, wenn man seine Unterkunft verlässt und vor der Tür sitzt ein frei lebender Papagei auf dem Weg und schaut einen an. Der Kea. Übrigens der einzige Vogel der Welt, der wohl ein Puzzle lösen kann wie ich hörte. Ich werde ihn wohl um Hilfe bitten, wenn ich mal wieder nicht weiter komme… Am Montag haben wir einen Termin in Te Anau beim Frisör. Die Frau hat das letzte Mal so gut geschnitten, dass ich auf jeden Fall gern wieder hin gehe. Da wir aber kein Auto haben und keine zwei Übernachtungen in Te Anau bezahlen möchten (hin nur nachmittags und zurück nur früh) werden wir uns wohl an die Straße stellen und den Daumen hoch halten. Da es nur eine Richtung gibt, wird irgendwann mal jemand halten. Hm, ich musste auch noch nie 120km zum Frisör trampen… aber wie es halt so ist. Das Leben soll ja spannend bleiben. Ich werde berichten, ob einer angehalten hat.
