Ich habe ja ein paar Tage nichts mehr von mir hören lassen. Das lag erstens daran, dass die letzten Arbeitstage nicht wirklich etwas Aufregendes passiert ist, zum Anderen auch, dass wir sechs Tage die Südküste der Südinsel bereist haben. Dieser Teil fehlte uns ja noch und wir hatten von Anfang an geplant, diesen Teil des Landes in der „Milford-Zeit“ zu besuchen. Es war auch eine gute Idee, man konnte doch etwas abschalten und Milford mal hinter sich lassen. Es begann damit, dass wir zwei Kollegen gefunden haben, die für uns zwei Tage arbeiten gehen, denn wir mussten ja zwei Tage ersetzt werden. Da wir aber für die Beiden auch schon mal zwei Tage gearbeitet haben, damit die eine knappe Woche Urlaub hatten, war der Rücktausch kein Problem. So packten wir letzten Freitagabend ein geliehenes Auto von einem anderen Teamleiter und Samstagmorgen düsten wir die Milford Road in Richtung Te Anau (geht ja nur in eine Richtung…) und stoppten unterwegs mal hier und da für ein Foto, da man im Bus nicht überall hält. Ab Te Anau beginnt die „Southern Scenic Route“, die immer der Küste entlang bis Dunedin, auf der anderen Seite der Südinsel, führt. Das war unser Ziel für die nächsten fünf Tage. Wir wollten es am ersten Tag bis Invercargill schaffen und stoppten unterwegs in Clifden, wo wir Kalksteinhöhlen erforschten und eine historische Brücke, die über 100 Jahre alt ist, anschauten. Mit einem Zwischenstopp in der Te Waewae Bucht am McCrackens Rest zum Picknick fuhren wir weiter nach Invercargill und wir suchten uns einen Zeltplatz und gingen anschließend noch ein wenig am Strand spazieren. Hier war Treffpunkt für Jugendgruppen und Familien – mit Auto. Es ist eine Art „Volkssport“ mit dem eigenen PKW am Strand rum zu fahren. Das muss nicht mal ein Allradfahrzeug sein. Der Sand ist bei Ebbe bretthart und so kann man mal ohne Mittelstreifen und Randbegrenzung durch die Gegend düsen. Am nächsten Morgen wollten wir uns Invercargill anschauen und dann noch ein Stück weiter Richtung Osten fahren. Die Stadt war allerdings sehr ernüchternd und so waren wir bereits kurz vor Mittag abfahrbereit. Die Natur liegt uns doch mehr am Herzen. Der nächste Halt war in einer schönen Bucht am Strand zum Sandwichessen – dann noch weitere 19km zum Slope Point und da standen wir – am südlichsten Punkt des neuseeländischen Festlandes. Ein Schild wies in zwei Richtungen – einmal zum Äquator (5.140km) und in die andere Richtung zum Südpol (4.803km). Die nächste Bucht war die Curio-Bay, wo wir unsere Übernachtung planten. Das Besondere hier war, dass man „Yellow-Eyed-Penguins“ – also Gelbaugenpinguine – beobachten kann. Wir checkten am Zeltplatz ein und verbrachten den Nachmittag und frühen Abend am Strand der kleinen Bucht. Kurz nach 19:00 Uhr kamen vier Küken aus dem Busch und spazierten in Richtung Strand. Sie warteten auf ihre Eltern, die abends zurück kommen, um die Jungen zu füttern. So liefen die Kleinen auf und ab und eine halbe Stunde später erschien auch der erste Pinguin und gleich rannten die Kleinen los, ihr Futter ab zu holen. Ein wunderschönes Erlebnis. Die Gegend nennt sich übrigens „The Catlins“. Es ist die Gegend ab Fortrose bis kurz nach Kaka Point, was einer Strecke von ca. 130km entlang der Küste entspricht. Dieser Teil gilt als Geheimtipp. Es ist eine der schönsten Gegenden der Südinsel. Am nächsten Morgen besuchten wir dann einige Highlights der Catlins und der erste waren die „Wasserfälle“ im kleinen Ort Niagara mit den Niagara-Falls. Die hatte ein Witzbold so benannt – handelt es sich doch um zwei Stromschnellen im Abstand von vier Metern und vielleicht 50cm Länge und einer Höhendifferenz von 20cm. Der nächste Wasserfall war da schon um einiges spektakulärer. Der McLean Fall stürzt in zwei Etappen erst 20m senkrecht in einen kleinen Teich und weiter ein paar Terrassen hinab und wird dann zum Fluss. Schöne Fotomöglichkeiten ergaben sich, da der Wasserfall mitten im Wald und damit recht düster liegt (längere Belichtungszeit möglich). Am Nachmittag war dann Ebbe (15:45 Uhr) und somit die Möglichkeit gegeben, einen weiteren Punkt an der Küste zu besuchen. Die Cathedral Caves. Hier handelt es sich um ausgewaschene Höhlen, die wirklich sehr hoch sind und an einer Steilküste vom Meer in den Sandsteinfelsen gegraben wurden. Da sie sehr dicht am Meer sind, kann man sie nur bei Ebbe besichtigen. Ausgerüstet mit Taschenlampe haben wir diese drei riesigen Höhlen erkundet. Unglaublich, was Wasser so zu Stande bringen kann. Am späteren Nachmittag besuchten wir noch einen Wasserfall, der fast noch fotogener war, als der Erste. Die Purakaunui-Falls ergießen sich sehr sanft über zwei, drei Terrassenstufen und gerade am Nachmittag bietet sich eine angenehme Stimmung im Wald.
Abends ging es noch weiter zum Nugget-Point, wo es auf Grund starken Nebels leider keine Blicke auf die Küste gab (wie im Reiseführer versprochen) dafür konnten wir in der Roaring Bay noch mal Pinguine beobachten. Der Tag endete in Balclutha auf dem Zeltplatz, wo es selbst gemachte Hackbällchen mit Kumarabrei (wie Kartoffelbrei, aber mit Kumara – der neuseeländischen Süßkartoffel) zu essen gab.
Früh sind wir direkt bis nach Dunedin gefahren, da das Wetter nicht mehr so ganz mitgespielt hat. Leichter Nieselregen verdarb die Lust auf Aktivitäten im Freien. So haben wir zuerst eine Tour in Dunedins Schokoladenfabrik mit gemacht. Cadbury ist im englischsprachigen Raum sehr bekannt und wir sind mittlerweile große Fans dieser Schokoladenfirma. Die Tour war sehr interessant, vor allem die Fakten und Zahlen (z.B. 40 Millionen Ostereier werden im Zeitraum Juli bis Januar nur für den neuseeländischen Markt produziert) und am Ende der Tour in einem leeren Silo sieht man eine Tonne Schokolade vor seinen Augen als „Schokoladenfall“ runter sausen. Ein Muss für Schoko-Fans. Nach einem kleinen Bummel durch die (recht hübsche) Stadt Dunedin sind wir am späten Nachmittag noch ein Stück auf die Halbinsel „Otago Peninsula“ gefahren und haben in der Sandfly Bay erneut Pinguine beobachten können. Abends sind wir nach dem Essen noch mal in die Stadt gefahren, um ein paar Nachtaufnahmen zu machen. Dunedin hat ein wunderschönes Bahnhofsgebäude und das wurde nachts angestrahlt wie auch die Kirchen und das Rathaus. Am vorletzten Tag schauten wir uns die Innenstadt noch mal bei Tageslicht und dieses Mal mit blauem Himmel an und nahmen den schönen Bahnhof genau unter die Lupe. Ein herrlicher Bau welcher um die Jahrhundertwende gebaut wurde. Als wir durch eine kleine Parkanlage gelaufen sind, ist uns beiden aufgefallen, dass es Herbst wird. Die Bäume werden gelb, die Blätter fallen und die Temperaturen sinken doch merklich.
Bevor wir noch mal auf die große „Otago Peninsula“ gefahren sind, hielten wir in der Baldwin Street. Diese Straße ist laut Guinness-Buch der Rekorde die steilste Straße der Welt mit einem Winkel von 35%. Ich bin an der Seite die TREPPEN hoch gelaufen und man hat einen schönen Ausblick von oben. Es waren auch viele Leute zum Fotografieren da. Sie hat wohl in Dunedin ähnlichen Bekanntheitsgrad wie in San Francisco die „Lombart Street“. Um in der Welt der Rekorde zu bleiben – auf der Halbinsel ist eine Kolonie Königsalbatrosse zu Hause. Diese sind die größten Vögel der Welt und mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern wirklich riesige Segler. Den Eintritt, um die Kolonie von Nahem zu sehen (80 NZD für zwei Erwachsene) haben wir uns gespart, da man die Tiere auch vom Parkplatz aus fliegen sehen kann. Wirklich ein sehr beindruckendes Schauspiel.
Früh sind wir direkt bis nach Dunedin gefahren, da das Wetter nicht mehr so ganz mitgespielt hat. Leichter Nieselregen verdarb die Lust auf Aktivitäten im Freien. So haben wir zuerst eine Tour in Dunedins Schokoladenfabrik mit gemacht. Cadbury ist im englischsprachigen Raum sehr bekannt und wir sind mittlerweile große Fans dieser Schokoladenfirma. Die Tour war sehr interessant, vor allem die Fakten und Zahlen (z.B. 40 Millionen Ostereier werden im Zeitraum Juli bis Januar nur für den neuseeländischen Markt produziert) und am Ende der Tour in einem leeren Silo sieht man eine Tonne Schokolade vor seinen Augen als „Schokoladenfall“ runter sausen. Ein Muss für Schoko-Fans. Nach einem kleinen Bummel durch die (recht hübsche) Stadt Dunedin sind wir am späten Nachmittag noch ein Stück auf die Halbinsel „Otago Peninsula“ gefahren und haben in der Sandfly Bay erneut Pinguine beobachten können. Abends sind wir nach dem Essen noch mal in die Stadt gefahren, um ein paar Nachtaufnahmen zu machen. Dunedin hat ein wunderschönes Bahnhofsgebäude und das wurde nachts angestrahlt wie auch die Kirchen und das Rathaus. Am vorletzten Tag schauten wir uns die Innenstadt noch mal bei Tageslicht und dieses Mal mit blauem Himmel an und nahmen den schönen Bahnhof genau unter die Lupe. Ein herrlicher Bau welcher um die Jahrhundertwende gebaut wurde. Als wir durch eine kleine Parkanlage gelaufen sind, ist uns beiden aufgefallen, dass es Herbst wird. Die Bäume werden gelb, die Blätter fallen und die Temperaturen sinken doch merklich.
Bevor wir noch mal auf die große „Otago Peninsula“ gefahren sind, hielten wir in der Baldwin Street. Diese Straße ist laut Guinness-Buch der Rekorde die steilste Straße der Welt mit einem Winkel von 35%. Ich bin an der Seite die TREPPEN hoch gelaufen und man hat einen schönen Ausblick von oben. Es waren auch viele Leute zum Fotografieren da. Sie hat wohl in Dunedin ähnlichen Bekanntheitsgrad wie in San Francisco die „Lombart Street“. Um in der Welt der Rekorde zu bleiben – auf der Halbinsel ist eine Kolonie Königsalbatrosse zu Hause. Diese sind die größten Vögel der Welt und mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern wirklich riesige Segler. Den Eintritt, um die Kolonie von Nahem zu sehen (80 NZD für zwei Erwachsene) haben wir uns gespart, da man die Tiere auch vom Parkplatz aus fliegen sehen kann. Wirklich ein sehr beindruckendes Schauspiel.
Abends wollte Kathleen unbedingt noch mal Yellow-Eyed-Pinguine anschauen und so sind wir wieder an die Sandfly Bay gefahren und haben am Strand ausgeharrt. Aber es hat sich gelohnt. 19:30 Uhr kamen dann fast gleichzeitig vier Pinguine aus dem Wasser und latschten über den Strand in die Sanddünen. Es sind großartige Schwimmer, können sehr gut laufen (was auf Grund der riesigen Füße recht lustig aussieht) , aber nicht fliegen und sind trotzdem Vögel. Schon erstaunlich und atemberaubend zu beobachten. Wir haben die Bucht dann verlassen, als drei der Pinguine oben auf den Dünen standen, sich putzten und sich ihre schwarze Silhouette am dunkler werdenden Himmel abzeichnete. Der letzte Tag begann mit Regen, was uns aber nicht störte. Es war nur noch die Rückreise nach Milford geplant. Wir kamen 16:30 Uhr in Milford an und putzten noch Oisíns Auto, da wir es ihm ordentlich zurück geben wollten. Nun ist der erste Arbeitstag schon wieder vorbei und Milford hat uns wieder. Am Copperpoint hat sich ein Seelöwe anscheinend so gefreut, dass ich wieder da bin – er ist wie eine Rakete durchs Wasser geschossen und hat sehr wilde Sprünge gezeigt. Das habe ich auch noch nicht gesehen. Vielleicht wollte er/sie nur Sylvester zeigen, wie das geht. Denn der Kleine war kräftig mit von der Partie und hatte seinen Spaß daran…
Nun sind es noch 37 Arbeitstage in Milford und ab dem 04.05.2010 gibt es bestimmt wieder mehr und öfter was zu berichten. Also dran bleiben. Es lohnt sich!
Nun sind es noch 37 Arbeitstage in Milford und ab dem 04.05.2010 gibt es bestimmt wieder mehr und öfter was zu berichten. Also dran bleiben. Es lohnt sich!
