Wir sind am Dienstag extra morgens aufgestanden, um so schnell wie möglich aus dem beschriebenen Hostel aus zu ziehen. Naja, nicht ganz. Da es hier Herbst ist, werden auch die Tage immer kürzer. Im Moment ist abends 17:15 Uhr dunkel. So sind wir meist sehr zeitig im Bett verschwunden, stehen aber mit den Hühnern auf. Nach einem letzten Backpackers-Frühstück sind wir in die Blue Mountains gefahren, die sich eine reichliche Autostunde westlich von Sydney befinden. Autostunde wohlgemerkt eher nachts um drei. Der Verkehr ist in Sydney eigentlich nur am kollabieren und so sind wir mit sagenhaften 10km/h im Durchschnitt aus der Stadt geschlichen. Der erste Stopp war ALDI in Penrith, da wir erst mal ein Grundsortiment an Lebensmitteln brauchten. Der erste touristische Stopp war an den Wentworth Falls. Hier konnte man einen ausgiebigen Spaziergang machen und uns die Blue Mountains nah und als Panorama anschauen. Die Berge heißen deswegen „Blaue Berge“, da eine Eukalyptusart, die hier beheimatet ist, einen Dunst abgibt, der einen blauen Schleier auf das riesige Gebiet legt. Abends auf dem Campground haben wir unser neues Zelt aufgebaut (angegeben mit 1,80m Höhe an der Spitze) und dem Zelt auf Grund der Größe den Spitznamen „Villa“ verpasst.
Am nächsten Morgen besuchten wir das Highlight der Blue Mountains – die „Three sisters“ – die drei Schwestern. Eine markante Felsformation am Aussichtspunkt „Echo Point“, an dem auch die ganzen Busgruppen der Tagestouren von Sydney ausgeschüttet werden und sämtliche asiatischen Sprachen auf einem kleinen Raum zu hören sind. Wir haben dann gleich noch einen anderen Wanderweg eingeschlagen und uns die drei Schwestern auch aus einem anderen Blickwinkel angeschaut. Ein Blick zum Himmel zeigte uns, dass es Zeit wird, zu verschwinden und so fuhren wir noch weiter nordwärts um einen Platz für die Nacht zu suchen. Wir wollten gern Koalas sehen und haben uns für die Gegend um Nelson Bay entschieden. Wir fanden einen Zeltplatz, der sehr traurig wirkte denn wir waren mit vielleicht 4 anderen Gästen die Einzigen auf dem riesigen Gelände.
Morgens machten wir einen Spaziergang in der Nähe, da es dort freilebende Koalas geben soll. Wir hatten kein Glück, sahen aber statt dessen schillernd bunte Rainbow-Lorikeets und Kookaburras, die eine Vogelstimme haben, als ob sie einen auslachten. Der Spitzname ist deswegen nicht ganz daneben – „lachender Hans“. Auch im Koala Habitat, einer Gegend mit Infozentrum, hatten wir kein Glück beim Suchen von Koalas. Man muss allerdings auch sagen, ein Koala ist circa einen halben Meter groß und sitzt gern mal in 50m Höhe in den Eukalyptusbäumen – in der Krone. Und dann in einem Wald einen so kleinen Kerl auszumachen ist wahrlich nicht einfach. Wir sind dann noch ein wenig über die Halbinsel gekurvt, haben uns die Strände angeschaut, Pelikane beim Fischen und Sonnenbaden zugesehen und ein schönes Picknick gemacht. Abends ging es wieder ein Stück Richtung Norden, da wir am nächsten Morgen bereits dicht vor Port Macquarie sein wollten.
Nach einem schnellen Frühstück war sofort ein Besuch in einem Wildlife-Park geplant. Hier gab es Koalas, Kängurus und Co. in einem Park anzuschauen. Der Park lag kurz vor der Stadt Port Macquarie und so schauten wir uns noch ein wenig in der Stadt um (irgendwie sehen die Städte an der Ostküste alle sehr ähnlich aus und unterscheiden sich nur in der Größe) und 14:30 Uhr fuhren wir zum hiesigen und einzigen Koala-Hospitals in Australien. Hier nahmen wir an dem geführten Rundgang teil (inklusive Fütterung der Koalas), wo ein freiwilliger Helfer (von 100! + einer einzigen, bezahlten, hauptberuflichen „Managerin“) die einzelnen Patienten und deren teils traurige Geschichten erklärte und anschließend zum Spenden aufrief, da das Hospital sich ausschließlich aus Spendengeldern und Einnahmen aus dem Souvenirshop finanziert. Natürlich kauften wir etwas Kleines (zwei Kühlschrankmagneten) und steckten auch was in die Dose. Besonders hatte mir die kleine „Settlement Point Bea“ gefallen, die aus 20m Höhe von einem Baum gefallen war. Sie war durch den Sturz vermutlich etwas gehirngeschädigt (hatte auch zum Glück keine Knochenbrüche und innere Verletzungen, da sie weich gefallen ist) und entwickelt sich nicht sehr gut weiter. Auch hatte sie ständig mit Gewichtsverlust zu kämpfen. Sie war aber die Einzige, die sich für uns interessierte (typisch nur für junge Koalas – das zeigt ihre Nicht-Weiterentwicklung). Die meisten der anderen Koalas, die keine Tiermilch mehr bekommen mussten, saßen weit oben in den Bäumen und schliefen in den Astgabeln. Wenn man also mal einen Abstecher nach Port Macquarie macht, der Besuch des Hospital lohnt sich wirklich.
Um dem tropischen Queensland noch ein Stück näher zu kommen sind wir weiter bis kurz vor den Ort Dorrigo mit dem gleichnamigen Nationalpark gefahren. Abends hatten wir etwas Mühe, unser gewähltes Camp zu finden, aber nach zwei Kilometern stellten wir es fest und somit war der Umweg nicht zu groß. Der Nationalpark liegt eine reichliche halbe Stunde mit dem Auto von der Küste entfernt und ist deswegen sehenswert, da er bereits dem Regenwald zugeschrieben wird. Dem kalt-gemäßigten Regenwald, um genau zu sein. Wir entschieden uns für den längsten Wanderweg und wanderten unter bis 70m hohen Bäumen vorbei an Wasserfällen. Wir sahen Vögel, Waldhühner, sogar ein Wallaby (kleines Känguru) und hörten eine einzigartige Musik, die der Regenwald dank den Vögeln produziert. Im Anschluss schauten wir uns bei Dorrigo noch die Dangar-Wasserfälle an um dann nach Coffs Harbour weiter zu fahren. Dort deckten wir uns mit neuen Lebensmitteln ein und suchten uns einen Zeltplatz. Hier fanden wir einen, bei dem auch Internet zur Verfügung steht und ich so wieder einen neuen Bericht einsetzen kann. Was morgen passiert, wissen wir noch nicht so genau. Wir wollen weiter Richtung Norden um möglichst bald den „Tropic of Capricorn“ – den südlichen Wendekreis zu passieren. Erstens sind wir da in Queensland um unser Auto ummelden zu können, zweitens beginnt nördlich des Wendekreises die Tropen und somit gibt es keine Jahreszeiten mehr. Sommer, wir kommen. Im Moment ist Trockenzeit und so freuen wir uns auf die Strände des tropischen Nordens. Eine neue Badehose habe ich schon.
Am nächsten Morgen besuchten wir das Highlight der Blue Mountains – die „Three sisters“ – die drei Schwestern. Eine markante Felsformation am Aussichtspunkt „Echo Point“, an dem auch die ganzen Busgruppen der Tagestouren von Sydney ausgeschüttet werden und sämtliche asiatischen Sprachen auf einem kleinen Raum zu hören sind. Wir haben dann gleich noch einen anderen Wanderweg eingeschlagen und uns die drei Schwestern auch aus einem anderen Blickwinkel angeschaut. Ein Blick zum Himmel zeigte uns, dass es Zeit wird, zu verschwinden und so fuhren wir noch weiter nordwärts um einen Platz für die Nacht zu suchen. Wir wollten gern Koalas sehen und haben uns für die Gegend um Nelson Bay entschieden. Wir fanden einen Zeltplatz, der sehr traurig wirkte denn wir waren mit vielleicht 4 anderen Gästen die Einzigen auf dem riesigen Gelände.
Morgens machten wir einen Spaziergang in der Nähe, da es dort freilebende Koalas geben soll. Wir hatten kein Glück, sahen aber statt dessen schillernd bunte Rainbow-Lorikeets und Kookaburras, die eine Vogelstimme haben, als ob sie einen auslachten. Der Spitzname ist deswegen nicht ganz daneben – „lachender Hans“. Auch im Koala Habitat, einer Gegend mit Infozentrum, hatten wir kein Glück beim Suchen von Koalas. Man muss allerdings auch sagen, ein Koala ist circa einen halben Meter groß und sitzt gern mal in 50m Höhe in den Eukalyptusbäumen – in der Krone. Und dann in einem Wald einen so kleinen Kerl auszumachen ist wahrlich nicht einfach. Wir sind dann noch ein wenig über die Halbinsel gekurvt, haben uns die Strände angeschaut, Pelikane beim Fischen und Sonnenbaden zugesehen und ein schönes Picknick gemacht. Abends ging es wieder ein Stück Richtung Norden, da wir am nächsten Morgen bereits dicht vor Port Macquarie sein wollten.
Nach einem schnellen Frühstück war sofort ein Besuch in einem Wildlife-Park geplant. Hier gab es Koalas, Kängurus und Co. in einem Park anzuschauen. Der Park lag kurz vor der Stadt Port Macquarie und so schauten wir uns noch ein wenig in der Stadt um (irgendwie sehen die Städte an der Ostküste alle sehr ähnlich aus und unterscheiden sich nur in der Größe) und 14:30 Uhr fuhren wir zum hiesigen und einzigen Koala-Hospitals in Australien. Hier nahmen wir an dem geführten Rundgang teil (inklusive Fütterung der Koalas), wo ein freiwilliger Helfer (von 100! + einer einzigen, bezahlten, hauptberuflichen „Managerin“) die einzelnen Patienten und deren teils traurige Geschichten erklärte und anschließend zum Spenden aufrief, da das Hospital sich ausschließlich aus Spendengeldern und Einnahmen aus dem Souvenirshop finanziert. Natürlich kauften wir etwas Kleines (zwei Kühlschrankmagneten) und steckten auch was in die Dose. Besonders hatte mir die kleine „Settlement Point Bea“ gefallen, die aus 20m Höhe von einem Baum gefallen war. Sie war durch den Sturz vermutlich etwas gehirngeschädigt (hatte auch zum Glück keine Knochenbrüche und innere Verletzungen, da sie weich gefallen ist) und entwickelt sich nicht sehr gut weiter. Auch hatte sie ständig mit Gewichtsverlust zu kämpfen. Sie war aber die Einzige, die sich für uns interessierte (typisch nur für junge Koalas – das zeigt ihre Nicht-Weiterentwicklung). Die meisten der anderen Koalas, die keine Tiermilch mehr bekommen mussten, saßen weit oben in den Bäumen und schliefen in den Astgabeln. Wenn man also mal einen Abstecher nach Port Macquarie macht, der Besuch des Hospital lohnt sich wirklich.
Um dem tropischen Queensland noch ein Stück näher zu kommen sind wir weiter bis kurz vor den Ort Dorrigo mit dem gleichnamigen Nationalpark gefahren. Abends hatten wir etwas Mühe, unser gewähltes Camp zu finden, aber nach zwei Kilometern stellten wir es fest und somit war der Umweg nicht zu groß. Der Nationalpark liegt eine reichliche halbe Stunde mit dem Auto von der Küste entfernt und ist deswegen sehenswert, da er bereits dem Regenwald zugeschrieben wird. Dem kalt-gemäßigten Regenwald, um genau zu sein. Wir entschieden uns für den längsten Wanderweg und wanderten unter bis 70m hohen Bäumen vorbei an Wasserfällen. Wir sahen Vögel, Waldhühner, sogar ein Wallaby (kleines Känguru) und hörten eine einzigartige Musik, die der Regenwald dank den Vögeln produziert. Im Anschluss schauten wir uns bei Dorrigo noch die Dangar-Wasserfälle an um dann nach Coffs Harbour weiter zu fahren. Dort deckten wir uns mit neuen Lebensmitteln ein und suchten uns einen Zeltplatz. Hier fanden wir einen, bei dem auch Internet zur Verfügung steht und ich so wieder einen neuen Bericht einsetzen kann. Was morgen passiert, wissen wir noch nicht so genau. Wir wollen weiter Richtung Norden um möglichst bald den „Tropic of Capricorn“ – den südlichen Wendekreis zu passieren. Erstens sind wir da in Queensland um unser Auto ummelden zu können, zweitens beginnt nördlich des Wendekreises die Tropen und somit gibt es keine Jahreszeiten mehr. Sommer, wir kommen. Im Moment ist Trockenzeit und so freuen wir uns auf die Strände des tropischen Nordens. Eine neue Badehose habe ich schon.
