Weiter Richtung Norden geht die Fahrt vorbei an riesigen Zuckerrohr-, Bananen- und Ananasplantagen. Wir wollten ins Landesinnere wegen angesagtem Küstenregen und entschieden uns für den Lamington Nationalpark, der ein Highlight auf jeder Australienreise sein soll. Es gibt zwei verschiedene Regionen und am ersten Tag besuchten wir Region um Binna Burra. Der Nationalpark liegt in einer Übergangszone zwischen subtropischen und gemäßigtem Klima – nicht weit von der Grenze nach New South Wales (und dem Camp von: „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“). In Binna Burra ist es relativ trocken, was einen Rundgang durch den Regenwald sehr einfach aber nicht besonders interessant macht. Die Vegetation entspricht fast unseren Verhältnissen, aber die Ausblicke zwischendurch waren schon grandios. So liefen wir mehr als 10 Kilometer durch den Wald, hörten Vögel zu, deren Stimme man bei uns nicht kennt und bestaunten riesige Bäume, um deren Stamm sich andere Bäume als „Parasit“ herumgeschlungen haben, um leichter das Sonnenlicht zu erreichen. Am nächsten Tag fuhren wir in den zweiten Teil des Parks – nach O’Reillys in die Green Mountains, die grünen Berge. Es ging hoch hinauf bis in die erste Wolkenschicht und am Parkplatz wurden wir gleich von einem kleinen Schwarm Crimson Rosellas – wie ein Wellensittich, nur etwas größer und blau-rot gefärbt - begrüßt, wo sich Vögel auf unsere Schultern und Köpfe setzten. Nach diesem kleinen Spaß sind wir dann einen langen und doch recht anstrengenden Wanderweg durch den regenreicheren und damit auch vegetationsreicheren Teil des Parks gegangen.
Auf unserem Camp haben wir übrigens wieder eine neue Sache kennen gelernt. Da ja der moderne Camper auf nichts mehr verzichten möchte, gibt es nun auch Generatoren – neben hochmodernen Camping-Duschkabinen – die genügend Strom produzieren, um sich komplett selbst versorgen zu können. Leider machen die Dinger einen nicht unerheblichen Lärm und auf mehreren Campingplätzen wurden wir nun mit diesem neuen Geräusch des „Outdoor-Livings“ vertraut gemacht. Und natürlich schön auf die andere Seite zum Nachbarn gestellt – man will ja seinen eigenen Lärm nicht hören. Am Rainbow Beach hatten wir links und rechts einen bis 21 Uhr dröhnen. Aber beim Camping will man ja auf nichts verzichten – nur soll‘s der Nachbar auf seine Erholung!
Am nächsten Tag war der Himmel wieder blau und die Fahrt ging weiter nach Brisbane, der Hauptstadt Queenslands mit ca. 1,66 Mio. Einwohnern. Wir verbrachten einen schönen Tag in der Stadt, schauten uns die Innenstadt und die herrlichen Parks am Fluss an (Brisbane ist an einer Flussschleife gebaut) und nutzten auch die Fähren der Stadt (im Tagesticket enthalten) um uns die beeindruckende Stadt auch vom Wasser aus an zu schauen. Brisbane ist um einiges ruhiger als Sydney. Ist es doch nicht ganz so stark der Anlaufpunkt für die Touristen aus Übersee und ganz so groß wie Sydney ist es ja auch nicht. Abends, nach ein paar Nachtaufnahmen, wollten wir noch nach Chinatown essen gehen, aber es war nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt haben. Egal. In Brisbane wurden dann noch mal die Vorräte aufgefüllt und weiter in Richtung Norden wollten wir auf die Insel „Fraser Island“. Die Insel ist auch ein Muss für Ostküste-Reisende. Etwas besonderes hat die Insel. Sie ist komplett aus Sand, als größte Sandinsel der Welt, mit üppiger Vegetation und es sind nur Allradfahrzeuge auf der Insel gestattet. Die Insel ist 124km lang und bis 14km breit. Sie gehört ebenfalls zu einem Nationalpark – dem Great Sandy National Park – dem „Großen sandigen Nationalpark“ frei übersetzt. Wir übernachteten vorher noch am Rainbow Beach in Inskip Point direkt am Strand und am nächsten Morgen wollten wir zur Fähre und uns zwei Tage auf der Insel gönnen. Kurz vor der Fähre wurde unser Auto bereits das erste Mal getestet – es ging durch tiefen und weichen Sand und es war nicht einfach, das Auto in der Spur zu halten und auf keinen Fall an zu halten. Aber alles hat geklappt und wir sind nach keinen zehn Minuten bereits auf der Insel angekommen (90A$ Hin- und zurück!!! Ein teurer Spaß). Nach einem Stück Inlandfahrt sind wir dann an den Strand gekommen, oder der „Autobahn“ von Fraser Island. Der Strand gehört zwei Stunden vor und zwei Stunden nach Ebbe zum normalen Straßenplan und wird auch rege genutzt. Fährt man doch hier um einiges komfortabler als auf den Inlandpisten. So haben wir die 100 Kilometer (!) den Strand hoch relativ zügig hinter uns gebracht, unterwegs bunte Sandsteinfelsen und ein altes, verrostetes Schiffswrack am Strand gesehen und im Norden, am Indian Head, hat uns aber der Regen von der Weiterfahrt abgehalten. So haben wir mit ein paar Hobbyfischern gequatscht (die uns ein eiskaltes Bier anboten) und ein wenig den Strand zurück haben wir unser Nachtlager aufgestellt. Fraser Island ist übrigens auch bekannt für seine freilebenden Dingos. Dingos sind eine Art Wildhunde. Sie sind relativ gefährlich aber auf Fraser Island geschützt. Hunde sind deswegen auf der Insel nicht gestattet, damit da der Dingo die Chance hat, ohne zufällige Kreuzungen zu leben und seine Rasse rein zu erhalten. Unser Nachtlager war nicht umzäunt wie die anderen Camps auf der Insel und so wurden wir vom Ranger extra angehalten, alle Lebensmittel und auch den Abfall im Auto über Nacht ein zu schließen. Nichts mit ins Zelt nehmen. Dingos können bei Futter sehr aggressiv werden und es sind schon Todesfälle zu beklagen gewesen. Abends lief auch einer bei uns am Zelt vorbei. Wir verhielten uns ruhig und er lief zum Glück weiter, ohne groß von uns Notiz zu nehmen. Nur die grün leuchtenden Augen funkelten uns an. Am zweiten Tag wollten wir eine Inland-Scenicroute fahren und der Weg von 15 Kilometern kostete uns einige Zeit. Man sagt doch, im tiefen Wasser lernt man schwimmen. Und es war tief und wir lernten… Es war ein extrem rauer Allrad-Track und hat dem Auto, mir und Kathleen einen harten Job abverlangt. Sie hat sich übrigens hervorragend als Beifahrerin und Mitorganisatorin an schwierigen Stellen erwiesen. Wir mussten mehr als einmal austeigen und die Piste begutachten, ob du vor allem wie wir da durch kommen und ab und zu ein paar Hölzer im Wald sammeln um sie als Rampen zu nutzen. Einmal sind wir dann doch stecken geblieben und ein paar junge Holländer haben uns aber schnell geholfen – das ist hier auf den Wegen selbstverständlich. Hinterher haben wir gelesen, dass der Track nur von erfahrenen Allradfahrern gemeistert werden soll. Nächstes Mal schauen wir dann wohl zwei Mal hin. Nun sind wir in der Mitte der Insel in einem Camp und Kathleen brät gerade etwas zum Abendessen und ich nutze die Chance, schon mal mein Tagebuch zu schreiben – auch ohne Internet. Später besuchte uns noch ein kleines und neugieriges Possum und wollte in unsere Abfalltüte rein, was wir noch gerade verhindern konnten. Beim Nachbarn hat es dann einen Maiskolben stibitzt und saß in 3 Metern Entfernung und ließ es sich schmecken.
Den letzten Tag auf Fraser Island haben wir noch eine andere Inlandroute ausprobiert, die um einiges besser zu fahren war, auch wenn viele Schlaglöcher, Tiefsand und Schlammlöcher zu bewältigen waren. Zum Glück aber keine so hohen Wurzeln wie auf dem ersten Track. Auf dem Weg gab es zwei schöne und kristallklare Seen, die auch noch aus Süßwasser sind, zu bestaunen. Die Vegetation ist wunderschön und auch verschiedene Tiere erweckten wieder unser Interesse. An einem See waren auch Schildkröten zu sehen, später auch die schönen Honeyeater (Honigesser), einen Goanna und große Spinnen mit goldfarbenen Beinen. Zwischen 1 und 10 war der „Golden Silk Orb Weaver“ auf 5 mit der Giftigkeit ein zu stufen. Nach 30km Schlagloch-Sandpiste wieder am Strand angekommen, sind wir die 35 Kilometer wieder zum Punkt zurück gefahren, wo uns unsere Fähre wieder zurück aufs Festland bringen sollte. Ich muss ehrlich sagen, ich war froh, als wir wieder festen Boden unter den „Rädern“ hatten. Obwohl - mit 80km/h über den harten Sand zu düsen hat schon mal was Besonderes. Übernachtet wird heute in Tin Can Bay – zu deutsch Blechdosenbucht (warum auch immer die so heißt) und früh halb acht kommen immer Delfine an den Strand um sich von den Touristen füttern zu lassen. Mal sehen, wie das wohl abgeht. Ich freu‘ mich drauf.
Auf unserem Camp haben wir übrigens wieder eine neue Sache kennen gelernt. Da ja der moderne Camper auf nichts mehr verzichten möchte, gibt es nun auch Generatoren – neben hochmodernen Camping-Duschkabinen – die genügend Strom produzieren, um sich komplett selbst versorgen zu können. Leider machen die Dinger einen nicht unerheblichen Lärm und auf mehreren Campingplätzen wurden wir nun mit diesem neuen Geräusch des „Outdoor-Livings“ vertraut gemacht. Und natürlich schön auf die andere Seite zum Nachbarn gestellt – man will ja seinen eigenen Lärm nicht hören. Am Rainbow Beach hatten wir links und rechts einen bis 21 Uhr dröhnen. Aber beim Camping will man ja auf nichts verzichten – nur soll‘s der Nachbar auf seine Erholung!
Am nächsten Tag war der Himmel wieder blau und die Fahrt ging weiter nach Brisbane, der Hauptstadt Queenslands mit ca. 1,66 Mio. Einwohnern. Wir verbrachten einen schönen Tag in der Stadt, schauten uns die Innenstadt und die herrlichen Parks am Fluss an (Brisbane ist an einer Flussschleife gebaut) und nutzten auch die Fähren der Stadt (im Tagesticket enthalten) um uns die beeindruckende Stadt auch vom Wasser aus an zu schauen. Brisbane ist um einiges ruhiger als Sydney. Ist es doch nicht ganz so stark der Anlaufpunkt für die Touristen aus Übersee und ganz so groß wie Sydney ist es ja auch nicht. Abends, nach ein paar Nachtaufnahmen, wollten wir noch nach Chinatown essen gehen, aber es war nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt haben. Egal. In Brisbane wurden dann noch mal die Vorräte aufgefüllt und weiter in Richtung Norden wollten wir auf die Insel „Fraser Island“. Die Insel ist auch ein Muss für Ostküste-Reisende. Etwas besonderes hat die Insel. Sie ist komplett aus Sand, als größte Sandinsel der Welt, mit üppiger Vegetation und es sind nur Allradfahrzeuge auf der Insel gestattet. Die Insel ist 124km lang und bis 14km breit. Sie gehört ebenfalls zu einem Nationalpark – dem Great Sandy National Park – dem „Großen sandigen Nationalpark“ frei übersetzt. Wir übernachteten vorher noch am Rainbow Beach in Inskip Point direkt am Strand und am nächsten Morgen wollten wir zur Fähre und uns zwei Tage auf der Insel gönnen. Kurz vor der Fähre wurde unser Auto bereits das erste Mal getestet – es ging durch tiefen und weichen Sand und es war nicht einfach, das Auto in der Spur zu halten und auf keinen Fall an zu halten. Aber alles hat geklappt und wir sind nach keinen zehn Minuten bereits auf der Insel angekommen (90A$ Hin- und zurück!!! Ein teurer Spaß). Nach einem Stück Inlandfahrt sind wir dann an den Strand gekommen, oder der „Autobahn“ von Fraser Island. Der Strand gehört zwei Stunden vor und zwei Stunden nach Ebbe zum normalen Straßenplan und wird auch rege genutzt. Fährt man doch hier um einiges komfortabler als auf den Inlandpisten. So haben wir die 100 Kilometer (!) den Strand hoch relativ zügig hinter uns gebracht, unterwegs bunte Sandsteinfelsen und ein altes, verrostetes Schiffswrack am Strand gesehen und im Norden, am Indian Head, hat uns aber der Regen von der Weiterfahrt abgehalten. So haben wir mit ein paar Hobbyfischern gequatscht (die uns ein eiskaltes Bier anboten) und ein wenig den Strand zurück haben wir unser Nachtlager aufgestellt. Fraser Island ist übrigens auch bekannt für seine freilebenden Dingos. Dingos sind eine Art Wildhunde. Sie sind relativ gefährlich aber auf Fraser Island geschützt. Hunde sind deswegen auf der Insel nicht gestattet, damit da der Dingo die Chance hat, ohne zufällige Kreuzungen zu leben und seine Rasse rein zu erhalten. Unser Nachtlager war nicht umzäunt wie die anderen Camps auf der Insel und so wurden wir vom Ranger extra angehalten, alle Lebensmittel und auch den Abfall im Auto über Nacht ein zu schließen. Nichts mit ins Zelt nehmen. Dingos können bei Futter sehr aggressiv werden und es sind schon Todesfälle zu beklagen gewesen. Abends lief auch einer bei uns am Zelt vorbei. Wir verhielten uns ruhig und er lief zum Glück weiter, ohne groß von uns Notiz zu nehmen. Nur die grün leuchtenden Augen funkelten uns an. Am zweiten Tag wollten wir eine Inland-Scenicroute fahren und der Weg von 15 Kilometern kostete uns einige Zeit. Man sagt doch, im tiefen Wasser lernt man schwimmen. Und es war tief und wir lernten… Es war ein extrem rauer Allrad-Track und hat dem Auto, mir und Kathleen einen harten Job abverlangt. Sie hat sich übrigens hervorragend als Beifahrerin und Mitorganisatorin an schwierigen Stellen erwiesen. Wir mussten mehr als einmal austeigen und die Piste begutachten, ob du vor allem wie wir da durch kommen und ab und zu ein paar Hölzer im Wald sammeln um sie als Rampen zu nutzen. Einmal sind wir dann doch stecken geblieben und ein paar junge Holländer haben uns aber schnell geholfen – das ist hier auf den Wegen selbstverständlich. Hinterher haben wir gelesen, dass der Track nur von erfahrenen Allradfahrern gemeistert werden soll. Nächstes Mal schauen wir dann wohl zwei Mal hin. Nun sind wir in der Mitte der Insel in einem Camp und Kathleen brät gerade etwas zum Abendessen und ich nutze die Chance, schon mal mein Tagebuch zu schreiben – auch ohne Internet. Später besuchte uns noch ein kleines und neugieriges Possum und wollte in unsere Abfalltüte rein, was wir noch gerade verhindern konnten. Beim Nachbarn hat es dann einen Maiskolben stibitzt und saß in 3 Metern Entfernung und ließ es sich schmecken.
Den letzten Tag auf Fraser Island haben wir noch eine andere Inlandroute ausprobiert, die um einiges besser zu fahren war, auch wenn viele Schlaglöcher, Tiefsand und Schlammlöcher zu bewältigen waren. Zum Glück aber keine so hohen Wurzeln wie auf dem ersten Track. Auf dem Weg gab es zwei schöne und kristallklare Seen, die auch noch aus Süßwasser sind, zu bestaunen. Die Vegetation ist wunderschön und auch verschiedene Tiere erweckten wieder unser Interesse. An einem See waren auch Schildkröten zu sehen, später auch die schönen Honeyeater (Honigesser), einen Goanna und große Spinnen mit goldfarbenen Beinen. Zwischen 1 und 10 war der „Golden Silk Orb Weaver“ auf 5 mit der Giftigkeit ein zu stufen. Nach 30km Schlagloch-Sandpiste wieder am Strand angekommen, sind wir die 35 Kilometer wieder zum Punkt zurück gefahren, wo uns unsere Fähre wieder zurück aufs Festland bringen sollte. Ich muss ehrlich sagen, ich war froh, als wir wieder festen Boden unter den „Rädern“ hatten. Obwohl - mit 80km/h über den harten Sand zu düsen hat schon mal was Besonderes. Übernachtet wird heute in Tin Can Bay – zu deutsch Blechdosenbucht (warum auch immer die so heißt) und früh halb acht kommen immer Delfine an den Strand um sich von den Touristen füttern zu lassen. Mal sehen, wie das wohl abgeht. Ich freu‘ mich drauf.
