Seit ein paar Jahren gibt es in Vietnam verschiedene Busunternehmen, die Fahrten von A nach B sowie verschiedene Tages- und Mehrtagesfahrten anbieten. Eine davon ist Phuong Trang. Wir buchten im Office in Dalat ein Ticket nach HCMC für 5 EUR pro Person. Die Busfahrt vom Busbahnhof, der sich 3km außerhalb der Stadt befindet, sollte 7 Stunden dauern. Ein Transfer vom Hotel in der Stadt bis zum Busbahnhof war noch im Preis enthalten! Die Busse der Firma sind sehr neu, Nichtraucherbusse und es gibt noch eine Flasche Mineralwasser und ein Erfrischungstuch bei Start. Unterwegs hat auch alles geklappt und so kamen wir sicher in Saigon an. Die Fahrt hat dann aber 8 Stunden gedauert, da der Verkehr wirklich dicht war und wir direkt in die Rush-Hour geraten sind.
Übrigens, die Stadt wurde 1976 nach der Wiedervereinigung Nord- und Südvietnams von Saigon in Ho Chi Minh City umbenannt. Der erste Bezirk von Ho Chi Minh City heißt auch heute noch Saigon. Aber auf Grund der Vorgeschichte nennen zum Teil auch die Vietnamesen das über 2000km² große Gebiet mit 7,1 Mio. Einwohnern Saigon.
Wir buchten ein Zimmer für zwei Nächte im kleinen, aber relativ ruhigen Hong Kong Hotel in einer Gegend, wo es von Hotels, Restaurants und Bars nur so wimmelt. Es ist der Anlaufpunkt Nr. 1 für alle Backpacker, die in Saigon starten oder landen. Ähnlich der legendären „Kaoh San Road“ in Bangkok. Hier befinden sich auch die Büros der Busunternehmen. Für den nächsten Tag entschieden wir uns für eine Stadtrundfahrt mit „The Sinh Tourist“. Die sollte den ganzen Tag gehen und 5 EUR pro Person kosten. Billiger kann man sich wohl kaum einen Überblick über die Stadt verschaffen. So starteten wir mit einigen wenigen anderen „Touris“ und besuchten wirklich schöne chinesische Tempel, den chinesischen Markt in Chinatown, einen alten Regierungspalast als Saigon noch Hauptstadt war, das Kriegsmuseum über den Vietnamkrieg, die Notre Dame Kathedrale und das Hauptpostamt. Für den nächsten Tag planten wir eine Reise ins Mekong-Delta mit der gleichen Firma. 3 Tage und 2 Nächte inkl. Hotel und diversen Aktivitäten sollte die Tour dauern und 25 EUR pro Person kosten. Das Wetter war sehr gut, mehr als 30 Grad, blauer Himmel und sengende Sonne standen uns bevor. Im Mekong-Delta angekommen, bestiegen wir in Cai Be ein Boot und schauten uns den, leider schon fast ausgestorbenen, schwimmenden Markt an. Da wir erst 8:30 Uhr losgefahren sind und der Markt 9:00 Uhr so gut wie zu Ende ist, braucht man sich nicht wundern, wenn es 11:00 Uhr kaum noch was zu sehen gibt. Nachher schauten wir uns verschiedene Sachen an, die im Mekong-Delta noch per Hand hergestellt werden. Kokosnussbonbons, Reispapier für Frühlingsrollen, Poppreis und süße Poppreisriegel. Dort standen auch viele Flaschen mit Schlangenschnaps. In dem starken Schnaps liegt eine Schlange, aber auch ein Skorpion und andere Sachen. Ich habe einen Schnaps aus einem großen Glas probiert, in dem Schlangen, Skorpione und sogar ein ganzer Vogel lagen. Dann ging es in ein schönes Gartenrestaurant, wo ein Mittagessen auf uns wartete. Es gab natürlich Fisch, aber sehr lecker zubereitet. Nach dem Essen fuhren wir mit einem Boot durch die Kanäle zurück in die Stadt Vinh Long, wo sich unsere Truppe in die „Tagestouris“ und die 3Tage/2Nächte Touris trennte. Wir waren dann nur noch neun Reisende und es war eine sehr angenehme Gruppe. Der Bus brachte uns fast direkt an die kambodschanische Grenze nach Chau Doc. Dort übernachteten wir und am nächsten Morgen ganz früh stand eine Fahrt im Ruderboot in ein Fischerdorf und ein Cham-Dorf an. Im Fischerdorf leben die Menschen in schwimmenden Häusern auf dem Fluss. Mit Kindern, Fernseher sowie Hund und Katz. Unter dem Haus befinden sich die Käfige mit der Fischzucht. Im Cham Dorf konnten wir uns auch ein wenig umschauen und einige Sachen kaufen, die die Cham selbst herstellen. Cham sind eine eigene Minderheit in Vietnam. Der größte Unterschied ist wohl, dass die Cham Muslime sind, die Vietnamesen aber Atheisten, Buddhisten und Katholiken. Nach dieser Bootstour besuchten wir noch zwei Tempel. Der eine hoffnungslos überfüllt und der andere kitschig bunt und für meinen Geschmack furchtbar hässlich. Aber es ist hier halt so. Im Anschluss fuhren wir weiter zu einer Krokodilzucht, wo 15.000 Krokodile aufgezogen wurden. Die meisten werden im Alter zwischen 3 und 6 Jahren weltweit verkauft. Andere findet man als Gürtel oder Portmonee auf dem Markt wieder. Die zweite Übernachtung fand in Can Tho statt, nachdem wir am Nachmittag die Stadt selbst unter die Lupe nehmen konnten. Am nächsten Morgen ging es sehr früh per Boot zum Schwimmenden Markt von Can Tho. Da wir so früh da waren, war schon Einiges los. Die Verkäuferboote binden Obst, welches sie verkaufen, an eine am Boot angebrachte Stange. So kann man schon von Weitem erkennen, was sie anbieten. 
Anschließend fuhren wir weiter durch kleine Kanäle zu einer Obstfarm und konnten uns mit einigen einheimischen Früchten vertraut machen. So habe ich auch mal Durian probiert. Die Frucht wird auch Stinkfrucht genannt und hat einen penetranten Geruch, der nicht so leicht wegzubekommen ist. Wir konnten der Durian aber nichts abgewinnen. Aber die Vietnamesen lieben diese Frucht. Wir halten uns momentan eher an die Mangos aus dem Delta. Sind sie doch momentan ausgereift und werden in Massen und bis zu 20 Sorten auf jedem Markt zu einem guten Preis angeboten. Die letzten Tage im Delta haben wir jeden Tag Mangos gegessen, die einfach PERFEKT waren. Ausgeprägtes Aroma, angenehmes Verhältnis aus Süße und Säure und eine sehr gute Konsistenz des Fruchtfleisches. Ein Traum in Gelb-orange. Dazu kleine süße und dunkelrote Melonen für 0,20 EUR das Kilogramm. Manchmal haben wir das Abendessen ausfallen lassen und nur Obst geschaufelt. Nach dem Obstgarten, noch eine Stunde weiter mit dem Boot, stoppten wir zum Mittagessen und anschließend verabschiedeten wir uns in Vinh Long von unserer kleinen Gruppe, denn wir wollten noch ein paar Tage im Mekong-Delta dran hängen. So buchten wir uns in Sa Dec in ein kleines Hotel und erkundeten eine Stadt im Mekong-Delta, an der der Massentourismus aus Saigon bisher absolut spurlos vorbeigegangen ist. Es gibt nur drei kleine Hotels und man wird wieder von vielen schräg angeschaut als „Langnase“ – wie uns die Vietnamesen nennen. Die Kinder rufen ihr permanentes HALLO hinterher und wenn man in ein Café geht, um einen starken vietnamesischen Kaffee zu trinken, bekommt man ihn auch so traditionell (und zum halben Preis wie in Saigon), wie wir es vom ersten Aufenthalt Dezember 2005 gewohnt sind. Dazu auf einem schattigen Plätzchen ein Glas grünen Tee und Blick auf den Mekong. Was will man mehr. Abends haben wir uns mal wieder Gedanken über unsere Weiterreise gemacht und viele Wetterdaten studiert. Eigentlich hatten wir vor, weiter nach Phnom Penh/Kambodscha zu reisen und nach einer Stadterkundung ein paar Tage am schönen Strand von Sihanoukville eine Pause einzulegen. Allerdings soll da die nächste Woche einiges an Regen fallen und an der Küste noch mehr. So werden wir noch eine Woche länger in Vietnam bleiben und morgen früh den Bus nach Mui Ne nehmen. In dem Bade- und Strandparadies soll die nächsten 9 Tage herrliches Wetter sein.

Anschließend fuhren wir weiter durch kleine Kanäle zu einer Obstfarm und konnten uns mit einigen einheimischen Früchten vertraut machen. So habe ich auch mal Durian probiert. Die Frucht wird auch Stinkfrucht genannt und hat einen penetranten Geruch, der nicht so leicht wegzubekommen ist. Wir konnten der Durian aber nichts abgewinnen. Aber die Vietnamesen lieben diese Frucht. Wir halten uns momentan eher an die Mangos aus dem Delta. Sind sie doch momentan ausgereift und werden in Massen und bis zu 20 Sorten auf jedem Markt zu einem guten Preis angeboten. Die letzten Tage im Delta haben wir jeden Tag Mangos gegessen, die einfach PERFEKT waren. Ausgeprägtes Aroma, angenehmes Verhältnis aus Süße und Säure und eine sehr gute Konsistenz des Fruchtfleisches. Ein Traum in Gelb-orange. Dazu kleine süße und dunkelrote Melonen für 0,20 EUR das Kilogramm. Manchmal haben wir das Abendessen ausfallen lassen und nur Obst geschaufelt. Nach dem Obstgarten, noch eine Stunde weiter mit dem Boot, stoppten wir zum Mittagessen und anschließend verabschiedeten wir uns in Vinh Long von unserer kleinen Gruppe, denn wir wollten noch ein paar Tage im Mekong-Delta dran hängen. So buchten wir uns in Sa Dec in ein kleines Hotel und erkundeten eine Stadt im Mekong-Delta, an der der Massentourismus aus Saigon bisher absolut spurlos vorbeigegangen ist. Es gibt nur drei kleine Hotels und man wird wieder von vielen schräg angeschaut als „Langnase“ – wie uns die Vietnamesen nennen. Die Kinder rufen ihr permanentes HALLO hinterher und wenn man in ein Café geht, um einen starken vietnamesischen Kaffee zu trinken, bekommt man ihn auch so traditionell (und zum halben Preis wie in Saigon), wie wir es vom ersten Aufenthalt Dezember 2005 gewohnt sind. Dazu auf einem schattigen Plätzchen ein Glas grünen Tee und Blick auf den Mekong. Was will man mehr. Abends haben wir uns mal wieder Gedanken über unsere Weiterreise gemacht und viele Wetterdaten studiert. Eigentlich hatten wir vor, weiter nach Phnom Penh/Kambodscha zu reisen und nach einer Stadterkundung ein paar Tage am schönen Strand von Sihanoukville eine Pause einzulegen. Allerdings soll da die nächste Woche einiges an Regen fallen und an der Küste noch mehr. So werden wir noch eine Woche länger in Vietnam bleiben und morgen früh den Bus nach Mui Ne nehmen. In dem Bade- und Strandparadies soll die nächsten 9 Tage herrliches Wetter sein.
Gerade kommen wir vom Abendessen um die Ecke und nun müssen noch ein paar Sachen umgepackt werden, da wir einen Rucksack hier stehen lassen wollen. Dann gibt’s noch 2 riesige Mangos als Dessert um die geplante Strandwoche richtig einzuläuten. Ich werde wohl viel lesen, neue Fotos ins Internet stellen, Kathleen will ihr Tagebuch aktualisieren und wir wollen uns beide braun brutzeln lassen und wieder etwas Kraft für Kambodscha tanken.
