Da wir in der Nacht in Nelson zum Skypen und Aktualisieren lange wach geblieben sind, hatten wir es auch mit dem Aufstehen nicht so eilig. Als wir dann 10:00 Uhr zum Duschen wollten, wurde vor unserer Nase zum Putzen gesperrt. Ist ja schließlich auch die beste Zeit des Tages, die Duschen zu reinigen. Naja, als wir dann frühstücken wollten, war die Küche dran. Sei es drum, wir mussten ja mangels Sitzgelegenheiten im Trockenen unsere eigenen Stühle nutzen und da konnten wir schnell umziehen denn die Dame wischte bereits mit ihrem penetrant riechenden Reinigungsmittel um unsere Stühle während wir frühstücken wollten. Hauptsache, bei check-in stimmt die Kohle! Wir waren schon etwas angesäuert. Mittags hat es dann mal kurz aufgehört zu regnen und so schauten wir uns noch die Stadt Nelson an. Ein sehr schönes Stadtzentrum lud zum Bummeln und Shoppen ein. Hier ist es noch nicht so, wie es in den kleineren Städten in Deutschland leider immer mehr zu beobachten ist, dass es in den großen Supermärkten am Stadtrand alles zu kaufen gibt und die kleinen Geschäfte in den Innenstädten aussterben. Ich habe mir in einem T-Shirt Laden noch eins gekauft mit dem schönen Hausfrauentipp des vorletzten Posts auf der Brust. Finde dieses Bild einfach makaber schön. Mitten in der Stadt entdeckten wir noch einen Currywurststand – vom „Wurstladen“. Der war dann auch gleich um die Ecke und wir kauften beim deutschen Michael, der seit knapp drei Jahren hier lebt, reichlich 100g Leberwurst, 10 Scheiben Kräuter-Lyoner, eine kleine Mettwurst sowie drei Bratwürste und eine Tüte Sauerkraut. Somit stand einem leckeren deutschen Abendessen nichts mehr im Weg. Wir sind zwar keineswegs solche Reisenden, die keinen Tag auf deutsche Nahrung verzichten können, aber nach zwei Monaten und mit dem Wissen, dass noch viele dazu kommen, kam uns der „Wurstladen“ sehr gelegen. Morgens ein warmes Toast mit feiner Leberwurst war dann echt ein Gaumentanz. Nachmittags sind wir weiter in Richtung Küste gefahren. Den Abstecher (mit mehreren 100km Fahrt) in den Abel Tasman Park haben wir uns auf Grund der schlechten Wettervorhersagen für diese Gegend geklemmt. Im strömenden Regen im Wald und an der Küste rumlaufen, macht halt keinen Spaß, so schön diese Gegend nach den Prospekten zu urteilen auch sein mag. Man kann nicht alles haben. So stoppten wir in dem kleinen Ort Murchison und fuhren nächsten Tag weiter entlang der tiefen Schluchten des Buller Gorge nach Westport. In diesem kleinen Nest kauften wir etwas Obst und fuhren noch die paar Kilometer an die Küste. Hier machten wir in einer Regenpause einen Spaziergang entlang der Klippen. Die See war sehr rau und die Wellen klatschten sehr laut gegen die Felsen und spritzten ihre Wasserfontänen entsprechend hoch. In der Tauranga Bay gab es noch eine Robbenkolonie zu beobachten. Hier verbrachten wir eine ganze Weile und beobachteten das Verhalten der Tiere und besonders der Jungen. In Charleston suchten wir uns einen kleinen, aber feinen Zeltplatz. Am Strand soll es blaue Pinguine geben. Aber sie sind sehr scheu. Wir machten noch einen ausgedehnten Spaziergang aber wir hatten kein Glück. Die See war auch immer noch ziemlich beeindruckend mit den hohen Wellen und ich glaube, die Pinguine hatten auch keinen Bock, gegen die Felsen geklatscht zu werden auch wenn sie wohl gute Schwimmer sein mögen. Die Nacht in Charleston verlief trotz Regen gut. Wir hatten abends 22:00 Uhr noch 17 Grad Celsius und am Morgen schien die Sonne und wärmte die Erde. Beim Frühstück kam die Zeltplatzbesitzerin zu uns und sagte, dass eine Tsunamiwarnung für Neuseeland rausgegeben wurde. Wir schauten sofort die Nachrichten und in Samoa muss der Tsunami wohl einige Schäden angerichtet haben und es sollen wohl Tote zu beklagen sein. Aber es betraf wohl nur die Ostküste der Nordinsel und wir sind an der Westküste der Südinsel. Um 11:40 Uhr Ortszeit sollte eine 1m hohe Welle die Westküste der Südinsel erreichen. Wir hielten uns derzeit gerade an den Pancake Rocks auf und hatten den Strand im Blick aber es war absolut gar nichts zu sehen. So konzentrierten wir uns lieber auf die Pancake Rocks - zu deutsch Pfannkuchenfelsen. Wer die Bilder in unserem Fotalbum anschauen wird, wird sofort erkennen, warum die Felsen so genannt werden. Weiter ging es die Küste entlang in Richtung Greymouth. Hier gab es immer wieder tolle Panoramen der Küstenlinie zu sehen. Der Himmel war schön blau mit ein paar Federwölkchen versetzt. In Greymouth mussten wir mal wieder unsere Lebensmittelvorräte auffrischen. Unter anderem kaufte ich einen Karton (12 Flaschen à 0,33l - diese Flaschengröße wird "Stubby" genannt) Bier, natürlich TUI, und musste doch tatsächlich an der Kasse einen Ausweis vorlegen. Ich fühlte mich sehr geschmeichelt. Es prangert ein großes Schild an der Kasse, dass man seinen Ausweis vorlegen muss, wenn man jünger als 25 aussieht. Meine immer mehr werdenden grauen Haare hat sie wohl bei dem Neon-Kunstlicht nicht bemerkt. Aber sie tut ja auch nur ihren Job :-) Auf dem Zeltplatz in Greymouth ließen wir uns erst mal einen Lunch schmecken und nach ein paar Infos aus dem Internet machten wir noch einen schönen Spaziergang am Strand bevor es heute Abend ein paniertes Hähnchenschnitzel mit Pommes frites und frischen Möhren geben wird.
Mittwoch, 30. September 2009
Sonntag, 27. September 2009
Hastings bis Nelson
Die Tage auf der Nordinsel waren gezählt und wir fuhren in die Stadt Napier, um uns im Art-Déco Stadtviertel etwas um zu schauen. Zuerst ging es aber hinauf zum Bluff Hill Lookout, wo man einen wunderschönen Blick auf die Bucht vor Napier sowie den geschäftigen Hafen hatte. Da wurden gerade viele rote Container mit der Aufschrift "Hamburg Süd" auf Züge transportiert. Ich möchte bald behaupten, diese Container bisher auf jeder unserer Reisen irgendwo auf der Welt gesehen zu haben. Da bekamen wir beide doch einen kurzen Moment etwas Heimweh. Anschließend unternahmen wir einen Stadtbummel im Zentrum und waren wirklich von der Schönheit der Innenstadt fasziniert. In einem Park gab es auch ein Glockenspiel in Form einer Harfe. Hier wird jeden Tag von 11 Uhr bis 14:30 alle halbe Stunde ein Lied gespielt. Es gab auch eine kleine Meerjungfrau als Statue an der Strandpromenade. Diese erinnerte sofort an unseren Dänemark-Urlaub im Juli. Aber diese Statue ist um einiges größer, hat aber eine ähnliche Geschichte, wie die von Hans-Christian Andersens Märchen. Alles in allem also eine schöne Stadt. Wir sind dann weiter gefahren in Richtung Süden (einmal rechts von uns der Zug mit den vielen roten Containern) und der Regen hat doch ziemlich runtergeplätschert. Ich wollte gern den wohl längsten Platznamen der Welt sehen. Einen Hügel mit dem klangvollen Namen: "Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronu-kupokaiwhenuakitanatahu". Da wir bereits verschiedene Längen und auch Bedeutungen des Namens gefunden haben, sind wir davon überzeugt, dass keiner mehr so richtig weiß, wie man diesen Hügel nun genau nennt und was er bedeutet. Naja, lustig ist es schon vor so einem Schild zu stehen. Wir sind dann noch bis in den nächsten Ort nach Pahiatua. Da haben wir einen kleinen aber sehr günstigen Zeltplatz gefunden. Wir wussten aber nicht, dass am nächsten Morgen bereits ab 7:30 Uhr Garagenverkauf sein wird. Das heißt, dass man seinen, im Laufe der Jahre angesammelten Plunder, in seiner Garage als Flohmarkt zum Verkauf anbietet. Die Dame hatte wohl kräftig Werbung gemacht und so konnten wir, im Bett liegend, die ganze Fraktion beobachten, die sich dort durch Westen im Tiger-Lilly-Look, knallbunten T-Shirts, ein etwas zerschlissenes Doppelkanu, einen alten Kinderwagen und sonstigen Krams wühlte. Ein herrliches Schauspiel. Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir das kurze Stück zurück nach Mangatainoka gefahren. Da war ein Highlight für Stefan. Eine Brauerei. Um genau zu sein, die TUI Brauerei. Hier habe ich mich gleich für eine geführte Tour angemeldet (drei Bier inklusive), zwei "TUI" T-Shirts gekauft und kurz nach zehn Uhr das erste der drei Freibiere gekippt. Die Tour war wirklich sehr interessant. Die Tui Brauerei ist für ihre lustigen Sprüche bekannt und ihre witzigen Werbungen. Das zog sich dann auch durch die Führung. Die anderen zwei Gutscheine haben wir allerdings in alkoholfreie Getränke eingelöst, denn ich sollte noch etwas fahren und Strafen in Neuseeland sind empfindlich hoch. Also, ohne mich! Ein Glas gab es auch noch dazu. Da ich hier meist TUI Bier trinke, wollte ich die Brauerei halt gern sehen. Den Rest des Tages fuhren wir nach Upper Hutt. Das war aber nur eine Zwischenstation damit wir am nächsten Morgen die letzten Kilometer bis Wellington fahren können, denn unsere Fähre ging ja bereits morgens 7:00 Uhr (check-in). In Upper Hutt wohnten wir am Harcourt Park, in dem auch ein paar Szenen von "Herr der Ringe" gedreht wurden. Hier konnte man Vögel beobachten. Nein, keine Spatzen oder Amseln sondern knallbunte Papageien. Nur Fotografieren war sehr schwierig. Am nächsten Morgen legten wir die kurze Strecke nach Wellington recht schnell zurück und Kathleen hat noch einen Kaffee an der Tankstelle besorgt, denn wir wussten noch von der Hinfahrt, dass man die Plörre bei Blueferry nicht trinken kann. Die Fahrt verlief problemlos. Unterwegs in der Cook-Strait gab es einige Wellen und das Schiff schwankte doch ein wenig aber die Fahrt durch den Queen-Charlotte-Sound war dann doch spektakulär schön. Wir wurden sogar von einem großen Schwarm Delfine begrüßt, die mit Sprüngen zeigten, was sie konnten. Die 100 Kilometer nach Nelson (mit einem Stopp in Renwick für Fish'n'Chips zum Mittagessen) ging flott hinter sich. Man sah unterwegs die schneebedeckten Alpen der Südinsel und die saftigen grünen Wiesen mit den unzähligen Schafen. Herrlich neuseeländisch. Wir haben gemerkt, dass wir uns doch auf der Südinsel wohler fühlen und sind froh, wieder hier zu sein. Morgen wollen wir uns ab mittags (früh soll es aus Kannen regnen) noch Nelson anschauen und dann sehen wir weiter. Die Wetterfee meint es nicht besonders gut mit uns in der nächsten Zeit, aber wir lassen uns die letzten zwei Wochen nicht die Stimmung vermiesen. Na dann, Prost! Mit einem eiskalten TUI!!!
Donnerstag, 24. September 2009
Haltet den Dieb!
Heute Morgen hat es uns das erste Mal erwischt. Ein Verbrechen ist geschehen und wir wurden die Opfer. Ja, wir wurden beklaut. Unser an der Theke hart erkämpftes, noch jungfräuliches, in dezent bemustertem Zelophan verpacktes (original eingeschweißtes) Stück Käse von einem Gesamtgewicht von 1000g sowie eine angefangene Schachtel Margarine haben sich brutale Gangster unter den Nagel gerissen. Uns entstand ein nicht unerheblicher Sachschaden von NZ-$ 9,68. Das entspricht in EUR zum derzeitigen Kurs satte 4,77 EUR. Wir waren empört - keine Margarine für das Frühstückstoast!!! Aber wir haben heute neuen Käse gekauft und das Stück sofort in Einzelhaft genommen. Hier auf dem Zeltplatz kann man kleine, abschließbare Kühlfächer mieten. Da hier eigentlich nichts weiter los ist und wir bisher von Essensdiebstahl verschont waren, haben wir im Traum nicht daran gedacht, ein Kühlfach zu MIETEN! Aber wir nehmen es mit Humor auch wenn wir daraus gelernt haben. Heute hat es wirklich den ganzen Tag geregnet und so besuchten wir noch mal ein Honigfabrik, wo man wieder viele interessante Sachen über Honig und die Bienen lernen konnte. Ich habe nicht gewusst, dass Bienen 5 Augen haben... Wir haben auch reichlich verschiedenen Honig probiert und zwei kleine Becher gekauft, da es um unseren Honigvorrat mehr als schlecht bestellt ist. Dann noch eine Schokoladenfabrik besucht und eine Obstplantage mit Laden, in dem es herrliches Obst zu kaufen gab. Aber genug der Aktivitäten sind wir noch einkaufen gegangen und haben uns für den Nachmittag mal einen Kuchen gegönnt. Im Supermarkt haben wir mal wieder etwas Neues entdeckt. Der Wein ist in Neuseeland ziemlich teuer und so haben die teureren Sorten ein Anti-Diebstahl-Clip um den Hals. So ähnlich wie bei uns die grauen Dinger an den Klamotten oder den Schuhen. Im Supermarkt haben wir sowas nun auch zum ersten Mal entdeckt. Die Welt ist verrückt...
Mittwoch, 23. September 2009
Von Whakatane nach Hastings
Wir haben spät ausgecheckt in Whakatane. Normale Zeit ist meistens 10 Uhr morgens aber da nicht viel los war und wir ja kein Zimmer hatten, störte sich daran niemand. Uns kam es gelegen. So konnten wir noch etwas im Internet surfen. Kathleen ist dann das kurze Stück nach Rotorua gefahren, denn die Erkältung hat mich doch ganz schön außer Gefecht gesetzt.
Hier muss ich noch einen Nachtrag zu Rotorua los werden. In einem älteren Beitrag habe ich geschrieben, dass Rotorua übersetzt „Schlecht riechender Ort“ (laut unserem Iwanovski Reisehandbuch) bedeutet. Ich konnte dieses aber nicht bestätigt finden. Ich habe einen älteren, sehr intelligenten Neuseeländer, eine Mitarbeiterin der Touristeninformation Rotoruas, einen Fremdenführer – einen Maori – in einem Maori-Dorf in Rotorua in 4. Generation sowie ein Ortsnamen-Bedeutungsbuch befragt. Roto heißt „See“ und rua bedeutet „zwei“ oder „Krater/Höhle“. Damit heißt Rotorua „zwei Seen“ oder „Zweiter See“ (die Maori Sprache ist nicht so komplex) oder „Kratersee“. Ich werde noch mal im Internet recherchieren.
Wie auch immer. Wir haben auf unserem gewählten Zeltplatz im Süden der Stadt am Thermal Explorer Highway „5“ in Richtung Taupo eingecheckt und den Rest des Tages im Thermalpool verbracht, was für die Gesundheit getan und die Seele baumeln lassen. Am nächsten Tag, dem Freitag, haben wir gleich für abends eine Tour im nahen „Te Puia“ Maori-Dorf gebucht (dazu später). Aber wir wollten ja noch was von der Stadt sehen. Der kurze Weg ins Stadtzentrum über die Fenton Street brachte uns vorbei an unzähligen Motels. Eins am anderen. Und fast alle boten einen eigenen Spa-Pool im Zimmer an. Die Straße war auf dem Mittelstreifen wunderschön bepflanzt. Es war wohl die schönste Tulpensammlung außerhalb Hollands. Die Farben waren so vielfältig und die Stiefmütterchen dazwischen harmonierten immer im Ton der Tulpen. Insgesamt machte die Stadt einen sehr gepflegten Eindruck. Wenn nur dieser permanente Mief nicht wäre… Aber da würde man sich wohl auch daran gewöhnen. Wir sahen uns in den Government Gardens um und am Lake Rotorua. Die Stadt ist ein Zentrum der Maori-Kultur und wir kamen an einem Marae (Versammlungshaus) vorbei, in dem gerade eine Zeremonie stattfand. Es ist also keineswegs nur eine Kultur für die Touristen. In den Straßen sieht man manchmal auch die typischen Tätowierungen in den Gesichtern der Maoris. Für uns Europäer doch sehr Geschmackssache. Hier, unter den Maoris aber normal. Am Nachmittag machten wir uns auf ins Maori-Dorf Te Puia, wo wir eine Abendveranstaltung gebucht hatten. Es begann mit einer Führung durch das kleine Tal mit dem schönen Namen „Whakarewarewatangaoteopetauaawhaiao“. Zu deutsch: Der Aufstand der Krieger von Wahiao. Wir bekamen die Geschichte des Landes (Besiedlung durch die Maori) näher gebracht und lernten das Eine oder Andere über die Kultur der Maoris kennen. Als der Erkunder und Seefahrer der Maoris mit Namen Kupe das heutige Neuseeland entdeckte und das Land sah, hing eine tiefe Wolke über Land und seine Frau rief: „He ao, he ao, he ao tea roa.“ - Eine Wolke, eine Wolke, eine lange weiße Wolke. Seit diesem Zeitpunkt bis heute heißt Neuseeland für die Maoris Aotearoa – das Land der langen weißen Wolke. Später wurde aus unserer Gruppe ein Chef ernannt, der von dem Maori-Stamm (als Vertretung für den Rest der Gruppe) ins Marae eingeladen wurde. Dazu musste er eine Überprüfung durch einen Maori-Krieger über sich ergehen lassen. Im Marae wurden uns traditionelle Tänze sowie der „Haka“ vorgeführt. Der Haka ist keinesfalls ein Touristentanz. Der Haka ist ein wichtiger Tanz innerhalb der Maori-Kultur und wird schon von klein auf gelernt. Wenn die neuseeländische Rugby Mannschaft spielt, wird immer von den Spielern der Haka getanzt. Es ist ein Tanz der Krieger, in dem die Krieger den Gegnern Angst machen wollen. Somit ein sehr lauter und aggressiver Tanz. Aber die Fratzen im Tanz sind schon sehenswert.
Nach der interessanten Vorführung gab es noch ein 1A Abendessen, das Hangi genannt wird. Ein Essen in einer speziellen Art zubereitet. So werden die Zutaten nicht in einem normalen Kochtopf gegart, sondern zum Beispiel in einem Erdloch, welches durch natürlichen Wasserdampf über 100 Grad Celsius an Temperatur erreichen kann. Es war ausgesprochen lecker. Kochen ohne Aufwand zusätzlicher Energie. Eine umweltfreundliche Angelegenheit. Geht aber leider nur in Thermalgebieten.
Der Samstag versprach auch etwas ungewöhnlich zu werden. Der Himmel war grau in grau und es sah deutlich nach Regen aus. Perfekt. Was? Solches Wetter perfekt? Ja, denn wir wollten zu „Offroad New Zealand“. Wir wollten eine Buschsafari mit einem Jeep machen (Selbstfahrer) in der man etwas über das Fahren mir Allradfahrzeugen lernen kann. Da wir noch zwei Stunden warten mussten, machte ich vorher noch ein Zwölf-Runden-Rennen mit einem Sprintcar. Ein herrliches Erlebnis für das Kind im Manne. In einem auto-/buggyähnlichen Gefährt ein paar Runden ziehen und das Letzte für sich raus holen. Die Buschsafari war dann wirklich spektakulär. Mit einem Suzuki Jimny ging es kreuz und quer durch den Busch und durch Wasser- und Schlammlöcher. Kathleen musste eine steile Abfahrt durch eine zerfurchte Fahrrinne mit Schlaglöchern in ein Schlammloch fahren und ich eine 80° steile (!!!) Rutsch-Abfahrt runter poltern.
Unglaublich aufregend. Wir haben doch beide gestaunt, was man mit so einem kleinen Jeep alles anstellen kann. Anschließend gab es noch ein hübsches Zertifikat für die „bestandene Safari“. Nach dem Abenteuer auf 4 Rädern sind wir nach Taupo weiter gefahren. Dort in der Nähe liegt der Tangariro Nationalpark, der beim ersten Anlauf zum größten Teil im Nebel lag. Doch als wir am Sonntag Morgen aufgewacht sind, konnten wir bereits von Taupo aus die drei Vulkane sehen. So war der Trip sofort klar und wir starteten bester Laune zum Mt. Ngauruhoe. Vorher hielten wir noch am Lookout über die Stadt Taupo und machten noch bei den Huka Falls einen kleinen Stopp. Das Wasser der Fälle leuchtete unglaublich schön blau. Am Ngauruhoe angekommen parkten wir unser Auto und unternahmen eine 10km (retour) Wanderung zu den Soda Springs – einem kleinen Wasserfall. Der Weg brachte uns sehr dicht an den Ngauruhoe ran und gegenüber kletterten wir auf eine Anhöhe und hatten einen spektakulären Blick auf alle drei nahen Vulkane und sogar zum 120 km entfernten Mt. Taranaki, der uns bei dem Besuch am Anfang leider verborgen blieb. Insgesamt ein anstrengender aber sehr schöner Tag. Am nächsten Tag wollten wir noch ein letztes Mal in Taupo diese herrlichen heißen Quellen genießen. Wir ließen uns mehrere Stunden im Wasser einweichen und planten abends noch etwas die Strecken der nächsten und letzten sieben Tage auf der Nordinsel durch. Am Dienstag stand uns eine lange Autofahrt bevor. Wir wollten uns gern den Te Urewera Nationalpark anschauen, der zu einem großen Teil aus Regenwald bestehen soll. Es ist der drittgrößte Nationalpark von Neuseeland und so fuhren wir die weite Strecke Richtung Napier und dann abbiegen gen Norden und eine Schotterpiste über mehrere Kilometer nach Wairakemoana. Da checkten wir, relativ geschafft, auf einem Campingplatz des DOC ein und unternahmen aber noch einen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt, von dem man einen großen Teil des gleichnamigen Sees (maori: See der kleinen Wellen – 34m² groß und über 240m tief) hat. Auf dem See lieferten sich einst Maoris blutigen Schlachten, mit Kanus ausgetragen. Das Land gehört Maoris des Tuhoe Stamms (Kinder des Nebels). Doch das Wetter hat uns für den nächsten Tag einen Strich durch die Rechnung gemacht und auch Donnerstag und Freitag soll es tüchtig regnen. So sind wir nach Hastings auf einen Campingplatz mit IAC gefahren, wo wir nach ein paar Tagen mal wieder den Blog und die Fotos aktualisieren konnten. Letzte Woche haben wir übrigens bereits unseren Weiterflug gebucht. Am 4. Mai 2010 werden wir von Queenstown im Direktflug nach Sydney in Australien fliegen. Somit steht unser letzter Tag in Neuseeland bereits fest. Aber bei dem Preis von genau 100 EUR pro Person, alle Steuern inklusive, mussten wir schnell handeln. Noch zur Information: Am Sonntag morgen endet die Neuseeländische Winterzeit und die Uhren werden eine Stunde VOR gedreht. Somit sind wir dann bis Ende Oktober Deutschland 11 Stunden voraus, bis dann zu deutscher Winterzeit noch eine Stunde mehr dazu kommt. Das macht die Sache zum Rechnen mehr als sehr einfach...
Hier muss ich noch einen Nachtrag zu Rotorua los werden. In einem älteren Beitrag habe ich geschrieben, dass Rotorua übersetzt „Schlecht riechender Ort“ (laut unserem Iwanovski Reisehandbuch) bedeutet. Ich konnte dieses aber nicht bestätigt finden. Ich habe einen älteren, sehr intelligenten Neuseeländer, eine Mitarbeiterin der Touristeninformation Rotoruas, einen Fremdenführer – einen Maori – in einem Maori-Dorf in Rotorua in 4. Generation sowie ein Ortsnamen-Bedeutungsbuch befragt. Roto heißt „See“ und rua bedeutet „zwei“ oder „Krater/Höhle“. Damit heißt Rotorua „zwei Seen“ oder „Zweiter See“ (die Maori Sprache ist nicht so komplex) oder „Kratersee“. Ich werde noch mal im Internet recherchieren.
Wie auch immer. Wir haben auf unserem gewählten Zeltplatz im Süden der Stadt am Thermal Explorer Highway „5“ in Richtung Taupo eingecheckt und den Rest des Tages im Thermalpool verbracht, was für die Gesundheit getan und die Seele baumeln lassen. Am nächsten Tag, dem Freitag, haben wir gleich für abends eine Tour im nahen „Te Puia“ Maori-Dorf gebucht (dazu später). Aber wir wollten ja noch was von der Stadt sehen. Der kurze Weg ins Stadtzentrum über die Fenton Street brachte uns vorbei an unzähligen Motels. Eins am anderen. Und fast alle boten einen eigenen Spa-Pool im Zimmer an. Die Straße war auf dem Mittelstreifen wunderschön bepflanzt. Es war wohl die schönste Tulpensammlung außerhalb Hollands. Die Farben waren so vielfältig und die Stiefmütterchen dazwischen harmonierten immer im Ton der Tulpen. Insgesamt machte die Stadt einen sehr gepflegten Eindruck. Wenn nur dieser permanente Mief nicht wäre… Aber da würde man sich wohl auch daran gewöhnen. Wir sahen uns in den Government Gardens um und am Lake Rotorua. Die Stadt ist ein Zentrum der Maori-Kultur und wir kamen an einem Marae (Versammlungshaus) vorbei, in dem gerade eine Zeremonie stattfand. Es ist also keineswegs nur eine Kultur für die Touristen. In den Straßen sieht man manchmal auch die typischen Tätowierungen in den Gesichtern der Maoris. Für uns Europäer doch sehr Geschmackssache. Hier, unter den Maoris aber normal. Am Nachmittag machten wir uns auf ins Maori-Dorf Te Puia, wo wir eine Abendveranstaltung gebucht hatten. Es begann mit einer Führung durch das kleine Tal mit dem schönen Namen „Whakarewarewatangaoteopetauaawhaiao“. Zu deutsch: Der Aufstand der Krieger von Wahiao. Wir bekamen die Geschichte des Landes (Besiedlung durch die Maori) näher gebracht und lernten das Eine oder Andere über die Kultur der Maoris kennen. Als der Erkunder und Seefahrer der Maoris mit Namen Kupe das heutige Neuseeland entdeckte und das Land sah, hing eine tiefe Wolke über Land und seine Frau rief: „He ao, he ao, he ao tea roa.“ - Eine Wolke, eine Wolke, eine lange weiße Wolke. Seit diesem Zeitpunkt bis heute heißt Neuseeland für die Maoris Aotearoa – das Land der langen weißen Wolke. Später wurde aus unserer Gruppe ein Chef ernannt, der von dem Maori-Stamm (als Vertretung für den Rest der Gruppe) ins Marae eingeladen wurde. Dazu musste er eine Überprüfung durch einen Maori-Krieger über sich ergehen lassen. Im Marae wurden uns traditionelle Tänze sowie der „Haka“ vorgeführt. Der Haka ist keinesfalls ein Touristentanz. Der Haka ist ein wichtiger Tanz innerhalb der Maori-Kultur und wird schon von klein auf gelernt. Wenn die neuseeländische Rugby Mannschaft spielt, wird immer von den Spielern der Haka getanzt. Es ist ein Tanz der Krieger, in dem die Krieger den Gegnern Angst machen wollen. Somit ein sehr lauter und aggressiver Tanz. Aber die Fratzen im Tanz sind schon sehenswert.
Nach der interessanten Vorführung gab es noch ein 1A Abendessen, das Hangi genannt wird. Ein Essen in einer speziellen Art zubereitet. So werden die Zutaten nicht in einem normalen Kochtopf gegart, sondern zum Beispiel in einem Erdloch, welches durch natürlichen Wasserdampf über 100 Grad Celsius an Temperatur erreichen kann. Es war ausgesprochen lecker. Kochen ohne Aufwand zusätzlicher Energie. Eine umweltfreundliche Angelegenheit. Geht aber leider nur in Thermalgebieten.
Der Samstag versprach auch etwas ungewöhnlich zu werden. Der Himmel war grau in grau und es sah deutlich nach Regen aus. Perfekt. Was? Solches Wetter perfekt? Ja, denn wir wollten zu „Offroad New Zealand“. Wir wollten eine Buschsafari mit einem Jeep machen (Selbstfahrer) in der man etwas über das Fahren mir Allradfahrzeugen lernen kann. Da wir noch zwei Stunden warten mussten, machte ich vorher noch ein Zwölf-Runden-Rennen mit einem Sprintcar. Ein herrliches Erlebnis für das Kind im Manne. In einem auto-/buggyähnlichen Gefährt ein paar Runden ziehen und das Letzte für sich raus holen. Die Buschsafari war dann wirklich spektakulär. Mit einem Suzuki Jimny ging es kreuz und quer durch den Busch und durch Wasser- und Schlammlöcher. Kathleen musste eine steile Abfahrt durch eine zerfurchte Fahrrinne mit Schlaglöchern in ein Schlammloch fahren und ich eine 80° steile (!!!) Rutsch-Abfahrt runter poltern.
Unglaublich aufregend. Wir haben doch beide gestaunt, was man mit so einem kleinen Jeep alles anstellen kann. Anschließend gab es noch ein hübsches Zertifikat für die „bestandene Safari“. Nach dem Abenteuer auf 4 Rädern sind wir nach Taupo weiter gefahren. Dort in der Nähe liegt der Tangariro Nationalpark, der beim ersten Anlauf zum größten Teil im Nebel lag. Doch als wir am Sonntag Morgen aufgewacht sind, konnten wir bereits von Taupo aus die drei Vulkane sehen. So war der Trip sofort klar und wir starteten bester Laune zum Mt. Ngauruhoe. Vorher hielten wir noch am Lookout über die Stadt Taupo und machten noch bei den Huka Falls einen kleinen Stopp. Das Wasser der Fälle leuchtete unglaublich schön blau. Am Ngauruhoe angekommen parkten wir unser Auto und unternahmen eine 10km (retour) Wanderung zu den Soda Springs – einem kleinen Wasserfall. Der Weg brachte uns sehr dicht an den Ngauruhoe ran und gegenüber kletterten wir auf eine Anhöhe und hatten einen spektakulären Blick auf alle drei nahen Vulkane und sogar zum 120 km entfernten Mt. Taranaki, der uns bei dem Besuch am Anfang leider verborgen blieb. Insgesamt ein anstrengender aber sehr schöner Tag. Am nächsten Tag wollten wir noch ein letztes Mal in Taupo diese herrlichen heißen Quellen genießen. Wir ließen uns mehrere Stunden im Wasser einweichen und planten abends noch etwas die Strecken der nächsten und letzten sieben Tage auf der Nordinsel durch. Am Dienstag stand uns eine lange Autofahrt bevor. Wir wollten uns gern den Te Urewera Nationalpark anschauen, der zu einem großen Teil aus Regenwald bestehen soll. Es ist der drittgrößte Nationalpark von Neuseeland und so fuhren wir die weite Strecke Richtung Napier und dann abbiegen gen Norden und eine Schotterpiste über mehrere Kilometer nach Wairakemoana. Da checkten wir, relativ geschafft, auf einem Campingplatz des DOC ein und unternahmen aber noch einen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt, von dem man einen großen Teil des gleichnamigen Sees (maori: See der kleinen Wellen – 34m² groß und über 240m tief) hat. Auf dem See lieferten sich einst Maoris blutigen Schlachten, mit Kanus ausgetragen. Das Land gehört Maoris des Tuhoe Stamms (Kinder des Nebels). Doch das Wetter hat uns für den nächsten Tag einen Strich durch die Rechnung gemacht und auch Donnerstag und Freitag soll es tüchtig regnen. So sind wir nach Hastings auf einen Campingplatz mit IAC gefahren, wo wir nach ein paar Tagen mal wieder den Blog und die Fotos aktualisieren konnten. Letzte Woche haben wir übrigens bereits unseren Weiterflug gebucht. Am 4. Mai 2010 werden wir von Queenstown im Direktflug nach Sydney in Australien fliegen. Somit steht unser letzter Tag in Neuseeland bereits fest. Aber bei dem Preis von genau 100 EUR pro Person, alle Steuern inklusive, mussten wir schnell handeln. Noch zur Information: Am Sonntag morgen endet die Neuseeländische Winterzeit und die Uhren werden eine Stunde VOR gedreht. Somit sind wir dann bis Ende Oktober Deutschland 11 Stunden voraus, bis dann zu deutscher Winterzeit noch eine Stunde mehr dazu kommt. Das macht die Sache zum Rechnen mehr als sehr einfach...
Mittwoch, 16. September 2009
Coromandel über Hahei nach Whakatane
Die zweite Nacht in Coromandel war vorbei und wir haben morgens beim Frühstück noch mit ein paar deutschen Mädels gequatscht. Gegen Mittag sind wir dann in Richtung Hahei gefahren, denn wir wollten ja an den Hot Water Beach. Nach dem wir morgens schon die Ebbezeiten gecheckt hatten (das Buddeln der Wasserlöcher geht nur bei Ebbe) konnten wir uns Zeit lassen. Die erste Ebbe war morgens 7:34 Uhr und die nächste erst abends 20:15 Uhr. So machten wir einen Stopp an der berühmten Cathedral Cove. Die Wanderung von 45 Minuten ging hoch und runter, vorbei an schönen Aussichtspunkten und durch dichten Wald. Hier wuchs wieder viel Farn und wir sahen auch die Entstehung neuer Blätter mit den typischen Kringeln. Die Kringel nennen die Maori "Koru" das Symbol bedeutet Glück für einen Neuanfang, wenn man es trägt. Die Cathedral Cove bekam ihren Namen durch eine Höhle in einem Felsen, deren Dach tatsächlich einem Kirchengewölbe ähnelt. Wir verbrachten eine schöne Zeit an dem Strand, genossen die Sonne und das eiskalte Wasser (mit den Füßen). Auf dem Weg zurück hielten wir noch am Strand von Hahei für einen kleinen Imbiss. Als es dann fast dunkel und schon recht kalt war, suchten wir unseren Zeltplatz für die Nacht auf. Nach dem Abendessen ging es relativ schnell ins Bett, denn wir wollten früh raus - der Hot Water Beach lockte! Also klingelte 6:40 Uhr der Wecker und nach dem schnellen Frühstück bewaffneten wir uns mit einem geliehenen Spaten und fuhren schnellstens zum Hot Water Beach. Wir waren nicht die Ersten und so suchten wir uns eine heiße Stelle im Sand und fingen an zu buddeln.
Die See war aber recht unruhig und so wurden unsere Löcher schnell immer wieder vom Meer geebnet. So haben wir uns mit anderen Badewütigen zusammengeschlossen, einen großen Pool mit Schutzwand gegraben und so lagen wir danach in dem warmen Wasser zwischen Kiwis, Engländern, Belgiern, Israelis und Asiaten. Ein herrlicher Spaß. Das Wasser kommt mit über 60 Grad aus der Erde. Zusammen mit dem kalten Meer eine angenehme Temperatur. Da wir recht aufgeheizt waren, sind wir am Ende noch in den eiskalten Pazifik gesprungen. Es war ein Gefühl, als ob man bei uns im März in die Ostsee baden geht. Aber wir waren drin. Weiter ging es dann die Küste in Richtung Mount Maunganui. In Tairua besorgten wir uns ein Baguette zum Lunch und ließen uns ein großes Eis schmecken. Später in Opoutere lockte der letzte unverbaute Strand der Coromandel Halbinsel. Hier haben wir eine Stunde im Sand gelegen, hatten den vielleicht 3km langen Strand für uns allein und nutzten den schönen Picnicbereich für unseren Lunch. In Mt. Maunganui schliefen wir nur, und am nächsten Morgen ging es weiter in Richtung Whakatane entlang großer Kiwiplantagen. Hier, in der Bay of Plenty, liegen die meisten Kiwiplantagen Neuseelands und so wundert es nicht, wenn man in Te Puke von einer riesigen Kiwi begrüßt wird. In Whakatane wollten wir eine Tour nach White Island buchen, aber zwei Sachen hielten uns davon ab. Erstens: wir (besonders ich) haben uns ziemlich erkältet - Nein! nicht am Strand. Schon vorher und wir sind dadurch etwas am durchhängen. Zweitens: Die Bootsfahrt dahin und eine zwei Stunden Wanderung für 350,00$ ist dann doch etwas zuviel für uns. Sicher, eine Vulkaninsel wird schon was besonderes sein, aber mit einer schönen Erkältung dann doch vielleicht kein Vergnügen. Morgen wollen wir dann das kurze Stück nach Rotorua fahren und einen Tag in heißen Quellen was für das Wohlbefinden tun.
Die See war aber recht unruhig und so wurden unsere Löcher schnell immer wieder vom Meer geebnet. So haben wir uns mit anderen Badewütigen zusammengeschlossen, einen großen Pool mit Schutzwand gegraben und so lagen wir danach in dem warmen Wasser zwischen Kiwis, Engländern, Belgiern, Israelis und Asiaten. Ein herrlicher Spaß. Das Wasser kommt mit über 60 Grad aus der Erde. Zusammen mit dem kalten Meer eine angenehme Temperatur. Da wir recht aufgeheizt waren, sind wir am Ende noch in den eiskalten Pazifik gesprungen. Es war ein Gefühl, als ob man bei uns im März in die Ostsee baden geht. Aber wir waren drin. Weiter ging es dann die Küste in Richtung Mount Maunganui. In Tairua besorgten wir uns ein Baguette zum Lunch und ließen uns ein großes Eis schmecken. Später in Opoutere lockte der letzte unverbaute Strand der Coromandel Halbinsel. Hier haben wir eine Stunde im Sand gelegen, hatten den vielleicht 3km langen Strand für uns allein und nutzten den schönen Picnicbereich für unseren Lunch. In Mt. Maunganui schliefen wir nur, und am nächsten Morgen ging es weiter in Richtung Whakatane entlang großer Kiwiplantagen. Hier, in der Bay of Plenty, liegen die meisten Kiwiplantagen Neuseelands und so wundert es nicht, wenn man in Te Puke von einer riesigen Kiwi begrüßt wird. In Whakatane wollten wir eine Tour nach White Island buchen, aber zwei Sachen hielten uns davon ab. Erstens: wir (besonders ich) haben uns ziemlich erkältet - Nein! nicht am Strand. Schon vorher und wir sind dadurch etwas am durchhängen. Zweitens: Die Bootsfahrt dahin und eine zwei Stunden Wanderung für 350,00$ ist dann doch etwas zuviel für uns. Sicher, eine Vulkaninsel wird schon was besonderes sein, aber mit einer schönen Erkältung dann doch vielleicht kein Vergnügen. Morgen wollen wir dann das kurze Stück nach Rotorua fahren und einen Tag in heißen Quellen was für das Wohlbefinden tun.
Sonntag, 13. September 2009
Halbzeit!
Es ist heute soweit. Die Hälfte unserer Reise quer durch Neuseeland ist vorbei. Am 13.10. wollen wir in Queenstown oder Te Anau ankommen, um pünktlich am 14.10. am Milford Sound beim Oktoberfest mit zu mischen. Im Moment sind wir auf der Coromandel Halbinsel auf der oberen rechten Seite der Nordinsel. Wir sind am Samstag noch auf dem Markt bei Manukau (Süd Auckland) gewesen. Es gab sehr gutes Obst zu sehr moderaten Preisen. In unserem Reiseführer steht, dass man da auch andere Sachen, wie schöne Souvenirs günstig erstehen kann. Dem konnten wir nicht zustimmen. Der Rest des Marktes war eine Mischung aus Flohmarkt und Ramsch. Wen also Obst kaufen nicht interessiert, muss den Markt nicht gesehen haben. Auch der Victoria Markt in Auckland ist eine große Enttäuschung gewesen. Nur überteuerte Souvenirbuden, fast alle von Chinesen geführt. Wir wissen nicht, wie es am Wochenende da ist, aber in der Woche absolut nicht sehenswert. Aber nun zur Coromandel Halbinsel. Das Wasser wurde vom Beginn der Halbinsel (in Thames) hier hoch nach Coromandel immer besser. Wir haben einen schönen Zeltplatz für zwei Nächte gefunden und heute wollten wir die Gegend mal mit dem Fahrrad erkunden. Ab Mittag war auch schönes Wetter und so haben wir einen kleinen Rucksack mit Wasser und Fotoapparat gepackt und die Gegend unsicher gemacht. Es war recht hügelig, aber die Gegend ist wunderschön. Es gab viele bunte Vögel zu beobachten und die Landschaft ist mit den türkisfarbenen Buchten eine Augenweide. Zurück auf dem Zeltplatz werde ich dann noch etwas Obstsalat schnippeln und dann werden wir noch etwas E.T. spielen - "nach Hause telefonieren". Ich glaube, E.T. hätte Skype gefallen. Morgen wollen wir in der Nähe des "Hot Water Beach" übernachten. Da kann man bei Ebbe mit einer Schaufel, die man auf dem Zeltplatz ausleihen kann, seinen eigenen "Hot Pool" am Strand graben. Ich werde berichten, wie es denn war. Die Sonne soll scheinen und mit 18 Grad könnte dieser Spaß doch möglich sein. Wir werden sehen.
Freitag, 11. September 2009
Von Paihia nach Auckland
Der Trip entlang der Küste war wirklich genau unser Geschmack. Die Strecke war zwar dadurch extrem kurvenreich und Kathleen hatte doch etwas mit den Mahlzeiten kurz vorher zu kämpfen aber hinter fast jeder Kurve bot sich wieder ein wunderschöner Blick in eine neue Bucht. Die Wasserqualität ist wirklich sehr überzeugend und wir verbrachten einige Zeit mit Muscheln sammeln, Eisesspausen, Lunch-Picknick und anderen angenehmen Aktivitäten. Als wir dann (fürs erste) die Küste hinter uns gelassen haben und in Richtung Auckland gefahren sind, wuchsen am Rand die Callas wie Unkraut am Straßenrand. Riesige Büsche über mehrere Kilometer. Wir haben schon oft welche am Straßenrand gesehen aber nicht in diesen Massen. Kathleen musste auch etwas lachen, als sie sagte: “Es ist Anfang September und die Osterglocken blühen überall.“ Aber so ist das halt wenn mit dem Wetter alles anders herum ist. Wir haben jetzt ein paar schöne Tage gehabt und freuen uns nun auf den Frühling. Es blüht wirklich schon viel – die Natur erwacht wieder… Am Mittwoch, zu Kathleens Geburtstag, sind wir gegen 13:00 Uhr in Auckland angekommen und haben auf einem teuren Zeltplatz mal unsere Emails gecheckt (er hatte IAC-Wireless) und Kathleen hat sich sehr über ihre Geburtstagsgrüße aus der Heimat gefreut. Wir sind dann auf unseren gewählten Zeltplatz gefahren und anschließend ging es gleich in die Stadt. Wir haben ja zu Kathleens Ehrentag einen Tisch im Restaurant Orbit im Skytower gebucht und das wollten wir natürlich nicht verpassen. Wir sind erst etwas durch die Straßen gebummelt und 45min vor der Zeit durften wir schon auf die Aussichtsplattform (im Preis inkludiert, wenn man im Restaurant isst) und genossen die wirklich atemberaubende Aussicht über die Stadt Auckland. Wir kamen gerade zur Dämmerung und es gelangen uns ein paar interessante Schnappschüsse. Anschließend ließen wir uns unser gewähltes 3-Gang Menü im Restaurant schmecken. Die Tische drehen sich, wie im Berliner Fernsehturm, einmal in der Stunde um den Turm. Den Abschluss bildete ein bunter Cocktail mit dem Namen „Island Paradise“. Alles in allem ein wunderschöner Abend.
Der nächste Tag führte uns dann erst mal in die Werkstatt, denn wir wollten mal unsere Bremsen checken lassen. Die hinteren Bremsen waren auch wirklich fällig und leider entdeckte der Mechaniker noch ein gebrochenes Rad. Aber es gab einen Schrotthändler in der Nähe und da haben wir eine gebrauchte Felge gefunden. Sie sieht zwar komplett anders aus als die anderen Räder, aber wir hätten sonst alle 4 für mind. 200.00 NZD für gebrauchte Felgen plus Umbau wechseln müssen. Und das war uns zu viel. Freitag wollen wir noch mal in die Stadt ein paar Fotos machen, aber es ist Regen angesagt. Mal schauen, was wir machen. Am Samstag wollen wir noch auf einen lokalen Markt, wo man das Eine oder Andere wohl sehr günstig bekommen kann.
Montag, 7. September 2009
Weit oben im Norden
Nun stand uns ein Ausflug in den hohen Norden bevor. Wir haben im Wetterbericht gelesen, dass es im Norden ein paar schöne Tage geben soll und so haben wir uns entschieden, Rotorua in Richtung Norden zu verlassen und auf dem Rückweg noch etwas mehr Zeit zu verbringen. Nach einem frühen Aufbruch sind wir eine große Strecke an Auckland vorbei bis nach Dargaville gefahren, wo wir übernachteten. Viel haben wir an diesem Tag auf Grund der Fahrt nicht geschafft. Das einzige war ein Stopp am Muriwai Beach, wo eine Tölpel-Kolonie nistet. Es war sehr interessant, die Vögel zu beobachten, aber extrem windig. Momentan ist gerade die Nestbauzeit. Wir erreichten aber den "Twin Coast Discovery Highway" - einen Highway der eine Runde ab Auckland beschreibt. Immer an der Küste entlang bis in den Norden und an der anderen Küste wieder zurück. Am nächsten Morgen haben wir noch einen Stopp bei einem lokalen Holz-Künstler gemacht. Er verarbeitet hauptsächlich Holz des Kauri-Baumes. Diese Bäume stehen unter Naturschutz. Aber viele Exemplare liegen unter der Erde. Warum? Weil die Bäume, die er verarbeitet 45-50.000 Jahre (!!!) alt sind und in einer Eiszeitperiode von einem Tsunami mit einer Welle von 2km Höhe umgeknickt wurden. Immerhin sind die Kauristämme sehr dick. Wir haben einen lebenden gesehen mit einem Umfang von über 13m und einer Höhe von 56m. Und das ist noch nicht der Größte. Diese Stämme jedenfalls liegen unter der Erde, werden ausgegraben und zu allen möglichen Sachen verarbeitet. So haben wir uns eine Uhr gekauft, wo sich das Uhrwerk auf einem 50.000 Jahre alten Stück Holz befindet. Und Made in New Zealand - nicht Made in China. Etwas weiter nördlich liegt ein Naturschutzgebiet der "Kai Iwi Lakes". Von den Seen heißt aber nur der kleinste Kai Iwi und der größere See ist der Lake Taharoa mit einer wunderschönen Badebucht, weißem Sand und kristallklarem, türkisschillerndem Wasser. Der Weg führte uns dann durch einen riesigen Wald - den Waipoua Kauri Forest. Hier wachsen noch viele Kauri-Baumriesen. Die Hauptattraktion ist der Tane Mahuta - der "Gott des Waldes". Eben dieser Baum mit den angegebenen Ausmaßen. Das Alter beträgt zwischen 1200-2000 Jahren. Die Holzmenge des Baumstammes wird auf 244,50 m³ beziffert. Man reißt wirklich die Augen weit auf, wenn man davor steht. Weiter ging es in Richtung Omapere/Opononi, wo sich ein traumhafter Blick über den Hokianga-Hafen bot. Einen Naturhafen wo links große Sanddünen zu sehen sind und rechts der Weg weiter führt nach Rawene, zur Fähre über den Hokianga-Harbour nach Kohukohu. Nach einer weiteren knappen Stunde Fahrt erreichten wir Ahipara. Unser Ziel für die nächsten zwei Nächte. Ahipara liegt im Süden der Halbinsel des "Far North" - des weiten Nordens. Hier hatten wir schon eine Tour für den nächsten Tag gebucht. Wir wurden um 8:45 Uhr morgens abgeholt und starteten eine Tour hoch zum Cape Reinga, welches fast den nördlichsten Punkt Neuseelands darstellt. Nach einem Zwischenstopp in einem Café war die erste Station ein Park, wo früher das versteinerte Harz - das "Kauri-Gum" - aus den umgestürzten Kauribäumen, speziell aus den Wurzeln und auch den Lebenden geholt wurde, die aber daraufhin starben. Sehr alt und sehr teuer. Wir bekamen alles erklärt, wie das alles so funktionierte. Es war wirklich interessant. Der nächste Stopp war der schöne Rarawa-Strand und anschließend ging es weiter hoch bis zum Cape Reinga. Hier konnte man sehen, wie sich auf der Westseite die Tasman See und auf der Ostseite der Pazifik trafen. Die Linie der schräg kreuzenden Wellen war deutlich zu sehen. Ein Leuchtturm und eine Entfernungssäule standen ganz vorn an der Küste. Zum Südpol sind es 6.211 km, nach Sydney nur 1.975 km und nach London stolze 18.029 km.
Hier trifft sich Ost und West - die Tasman See und der Pazifik am Cape Reinga.
Mittags machten wir einen schönen Lunchstopp in der Tapotupotu-Bay und dann kamen noch zwei schöne Highlights. Wir sind an die Westküste gefahren und an den dortigen riesigen Sanddünen mit Schlitten runtergerodelt. War doch recht lustig. Die Rückstrecke erledigten wir fast komplett entlang des Ninety-Mile Beach. Ein über 100km langer und sehr breiter Strand, der komplett befahrbar ist. So war ein schöner Tag vorbei und wir um viele Eindrücke und Wissen reicher. Sonntag sind wir dann auf dem Twin Coast Discovery Highway weiter Richtung Süden gefahren bis kurz vor Paihia an der Bay of Islands - der Bucht der Inseln. Der Weg führte uns an schönen Küstenstreifen vorbei, durch Ortschaften, wo die "Upper-class" von Auckland seine Wochenend-Häuschen und Jachten besitzt mit wunderschönem Blick auf den Pazifik und saubere Strände. Heute ist mal einen Tag ausruhen angesagt. Kathleen wäscht etwas Wäsche - die Sonne scheint schön zum Trocknen bei 20 Grad im Schatten und ich werde mal wieder die Seiten aktualisieren. Das nächste Ziel ist Auckland, wo wir Kathleens Geburtstag feiern wollen - ihren 30! Wir wollen abends schön im Skytower essen gehen. Mittwoch, 2. September 2009
Wanganui über Rotorua nach Cambridge
In Wanganui haben wir eine ruhige Nacht verbracht (wir übernachten, wenn möglich, bei Kiwi-Holidayparks, haben uns eine Member-Card für 20 NZ-$ - knapp 10 € - besorgt und genießen immer 10%-Rabatt) und uns auf den Weg zum Taranaki Vulkan gemacht. In unserem Guide steht, dass dieser Berg meist allen Postkarten zum Trotz auf Grund dichter Bewölkung selten zu sehen ist. An diesem Berg regnet es drei mal mehr als in der 20km entfernten Stadt New Plymouth. Dem war auch bei uns so und so blieb uns nur der Spaziergang zu den Dawson Falls, ein Wasserfall der vom Vulkan kommt, die auch wirklich laut runter krachten. Wir übernachteten in New Plymouth mit Blick auf Meer wo wir wieder mal Zugang zum Internet hatten. Uns interessierte am meisten der Wetterbericht der Gegend und die nächsten vier Tage ist „Mistwetter“ angesagt. Aber nicht an unserem nächsten geplanten Ziel. Den Tongariro Nationalpark weiter östlich. So änderten wir unsere Pläne und fuhren der Sonne entgegen um am Fuße des Ruapehu mit 2797m Höhe eine ausgedehnte Wanderung zu unternehmen. Wir ließen uns im Visitors Center im Whakapapa-Village beraten und entschieden uns für den Weg zu den „Silica Rapids“. Hier sind man im Fluss Ablagerungen von Aluminium und Silizium, die das Flussbett und die Steine gelb färben. Ein anderer Strom trägt sehr viel Eisen und dieses legt sich als „Rost“ auf die Steine und gibt dem Flussbett dort die typische rotbraune Färbung. Unterwegs hatten wir schöne Ausblicke auf den Ruapehu sowie die benachbarten Vulkane Ngauruhoe (2287m) und den Tongariro (1967m). Die Nacht war sehr kalt und wie angemeldet am nächsten Morgen dichter Nebel. Von den drei Bergen war nichts mehr zu sehen und so machten wir uns auf den Weg ins nahegelegene Taupo um dem geothermalen Zentrum Neuseelands wieder etwas näher zu kommen. In Taupo haben wir auf dem Zeltplatz eingecheckt, das Frühstück nachgeholt und mit dem Mittagessen verbunden. Gleich danach wollten wir zum Hot Stream. Es regnete in Strömen bei 11°C Lufttemperatur und wir hatten vor, in einem Bach zu baden… Das Besondere an diesem Bach ist seine Wassertemperatur von schätzungsweise 36°C. Mitten durch den Busch fließt der kleine Strom, bringt die Umwelt zum Dampfen und ergießt sich in den 10°C kalten Waikato-River, den längsten Fluss des Landes. Der Bach war wirklich schön warm aber relativ schmutzig. Es gab keine wirklich schönen Badestellen und wir sind nach einer Weile wieder gegangen, da der Regen auch nicht gerade zur Gemütlichkeit bei trug. So haben wir die restlichen Stunden nach einer reinigenden Dusche auf dem Zeltplatz genutzt um die nächsten drei Tage mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Morgen sind heiße Quellen geplant (ich weiß, schon wieder – aber bei den Temperaturen soooo schön!) und vormittags noch ein Besuch in der größten Honigfabrik Neuseelands. Der Montag begann frühmorgens freundlich, später zum Frühstück goss es aus Kannen und nachher war wieder blauer Himmel. Das Spiel ging des ganzen Tag so im wechselnden Halbstundentakt und wir entschieden uns, das Programm wie vorgenommen „durch zu ziehen“. Wir fuhren zu der Honigfarm und es gab eine interessante Ausstellung inklusive lebendiger Bienenstöcke mit Glaswänden zu sehen. Viele Displays erklärten das harte Leben einer Arbeitsbiene. Habt Ihr gewusst, dass eine Arbeitsbiene nur 5-6 Wochen lebt und in ihrem kurzen Leben einen ½ Teelöffel Honig produziert? In dem Shop gab es alles, was sich irgendwie mit Honig herstellen ließ. Von verschiedenen Sorten Honig bis duftende Cremes und leckere Bonbons. Nachher entdeckten wir in der Nähe ein Hinweisschild – „Craters of the moon“. Wir entschieden uns, dass ebenfalls an zu schauen und so kamen wir in einen Park, wo geothermale Aktivität herrscht. Es gab viele dampfende Löcher und Schlammpools zu sehen. Qualm überall, selbst unterwegs auf dem Walk in den Hecken dampfte es hier und da. Für einen Mitteleuropäer doch sehr beeindruckend.
Später fuhren wir auf einen anderen Holiday-Park in Taupo, welchem Thermalquellen angeschlossen waren. So verbrachten wir einen schönen Nachmittag in den heißen Bädern. Am Dienstag wollten wir Taupo verlassen und weiter den "Thermal Explorer Highway" in Richtung Rotorua fahren. Kurz hinter Taupo liegt der Thermalpark Orakei Korako. Hier brachte uns ein Boot über den Waikato Fluss auf die andere Uferseite und wir schauten uns ganz in Ruhe dieses schöne Gebiet an. Auch hier sprudelte kochend heißes Wasser aus der Erde und rann die Terrassen runter in den Fluss. Es gab Geysire, Schlammlöcher, kochende Seen und eine Höhle mit warmem, leicht säurehaltigen Wasser zu sehen. In dieser Höhle nutzten wir das Wasser um unseren Schmuck auf natürliche Art zu reinigen. Das Wasser war so still und klar, dass ich mich am steinigen Ufer etwas verschätzt habe und plötzlich mit beiden Schuhen im Wasser stand. (Aber anderen Leuten nach uns ist genau das gleiche passiert!) So verbrachten wir einige Stunden in dem unglaublichen Park und sind dann weiter gefahren das kurze Stück nach Rotorua. Dies ist, wie man hört, ein Maori-Name und bedeutet auf deutsch: „Schlecht riechender Ort“. Wer mal in einem Thermalbad war, weiß eventuell warum. Bereits im letzten Thermalpark war es manchmal zum Würgen wenn der Wind günstig stand und mal eine richtige Ladung rüber flog. Die Luft riecht sehr nach Schwefel, fauligen Eiern und was weiß ich noch. Aber nichts desto trotz wohnen hier viele Menschen, die das Wasser zu nutzen wissen. Wir sind erst an den kleinen Strand gegangen (wo man übrigens ein Loch in den Sand gräbt und sich in seinen eigen gebauten heißen Pool setzen kann) und auf einem Privatgrundstück war am Rand eine kochend heiße Quelle und Rohre waren in das Wohnhaus verlegt. So wundert es auch nicht, dass fast jede Unterkunft in JEDEM ZIMMER einen heißen Spa-Pool anbietet. Hier auf dem Campingplatz gibt es auch mehrere und die werden wir nach dem Abendessen doch mal ausprobieren…
Heute, am Mittwoch, stand noch ein besonderes Highlight an. Wir besuchten den Wai-o-Tapu Thermalpark bei Rotorua. Hier gab es zwar auch wieder Schlammlöcher und qualmende Seen zu sehen aber auch einen Geysir - den "Lady Knox Geysir". Er wird zwar jeden Tag mit etwas Seifenpulver zum Sprudeln gebracht, aber dafür schleudert er seine Fontäne fast eine Stunde bis zu 21m in die Höhe. Später durchstreiften wir noch ganz gemütlich den Park, wo uns am Besten der Champagner-Pool gefiel. Ein 65m breiter See, welcher 62m tief ist und grünlich schimmert. Seine Temperatur beträgt 74°C und mit seinen rötlichen Ufern ist er so markant, dass er auf vielen Postkarten zu sehen ist. Auch hier hätte man einen Hundefurz als angenehmen Duft empfunden gegenüber dem, was sich hier einem in die Nase schob... Aber erst am Nachmittag waren wir mit Bestaunen und fotografieren fertig und sind noch das Stück weiter gefahren hach Cambridge. Wir kommen aber noch mal nach Rotorua und nehmen den Ort dann etwas genauer unter die Lupe. In Cambridge, was wohl das englischste aller Städtchen in Neuseeland sein soll, haben wir noch einen Stadtrundgang gemacht um Häuser vor der Zeit des ersten Weltkrieges zu sehen. Nun sind wir wieder auf einem Kiwi-Park mit IAC-Internetanschluss und setzen wieder brandaktuelle Bilder ein. Die nächsten Tage müssen wir erst noch planen, denn wir brauchen dringend noch einen aktuellen Wetterbericht.
Später fuhren wir auf einen anderen Holiday-Park in Taupo, welchem Thermalquellen angeschlossen waren. So verbrachten wir einen schönen Nachmittag in den heißen Bädern. Am Dienstag wollten wir Taupo verlassen und weiter den "Thermal Explorer Highway" in Richtung Rotorua fahren. Kurz hinter Taupo liegt der Thermalpark Orakei Korako. Hier brachte uns ein Boot über den Waikato Fluss auf die andere Uferseite und wir schauten uns ganz in Ruhe dieses schöne Gebiet an. Auch hier sprudelte kochend heißes Wasser aus der Erde und rann die Terrassen runter in den Fluss. Es gab Geysire, Schlammlöcher, kochende Seen und eine Höhle mit warmem, leicht säurehaltigen Wasser zu sehen. In dieser Höhle nutzten wir das Wasser um unseren Schmuck auf natürliche Art zu reinigen. Das Wasser war so still und klar, dass ich mich am steinigen Ufer etwas verschätzt habe und plötzlich mit beiden Schuhen im Wasser stand. (Aber anderen Leuten nach uns ist genau das gleiche passiert!) So verbrachten wir einige Stunden in dem unglaublichen Park und sind dann weiter gefahren das kurze Stück nach Rotorua. Dies ist, wie man hört, ein Maori-Name und bedeutet auf deutsch: „Schlecht riechender Ort“. Wer mal in einem Thermalbad war, weiß eventuell warum. Bereits im letzten Thermalpark war es manchmal zum Würgen wenn der Wind günstig stand und mal eine richtige Ladung rüber flog. Die Luft riecht sehr nach Schwefel, fauligen Eiern und was weiß ich noch. Aber nichts desto trotz wohnen hier viele Menschen, die das Wasser zu nutzen wissen. Wir sind erst an den kleinen Strand gegangen (wo man übrigens ein Loch in den Sand gräbt und sich in seinen eigen gebauten heißen Pool setzen kann) und auf einem Privatgrundstück war am Rand eine kochend heiße Quelle und Rohre waren in das Wohnhaus verlegt. So wundert es auch nicht, dass fast jede Unterkunft in JEDEM ZIMMER einen heißen Spa-Pool anbietet. Hier auf dem Campingplatz gibt es auch mehrere und die werden wir nach dem Abendessen doch mal ausprobieren…
Heute, am Mittwoch, stand noch ein besonderes Highlight an. Wir besuchten den Wai-o-Tapu Thermalpark bei Rotorua. Hier gab es zwar auch wieder Schlammlöcher und qualmende Seen zu sehen aber auch einen Geysir - den "Lady Knox Geysir". Er wird zwar jeden Tag mit etwas Seifenpulver zum Sprudeln gebracht, aber dafür schleudert er seine Fontäne fast eine Stunde bis zu 21m in die Höhe. Später durchstreiften wir noch ganz gemütlich den Park, wo uns am Besten der Champagner-Pool gefiel. Ein 65m breiter See, welcher 62m tief ist und grünlich schimmert. Seine Temperatur beträgt 74°C und mit seinen rötlichen Ufern ist er so markant, dass er auf vielen Postkarten zu sehen ist. Auch hier hätte man einen Hundefurz als angenehmen Duft empfunden gegenüber dem, was sich hier einem in die Nase schob... Aber erst am Nachmittag waren wir mit Bestaunen und fotografieren fertig und sind noch das Stück weiter gefahren hach Cambridge. Wir kommen aber noch mal nach Rotorua und nehmen den Ort dann etwas genauer unter die Lupe. In Cambridge, was wohl das englischste aller Städtchen in Neuseeland sein soll, haben wir noch einen Stadtrundgang gemacht um Häuser vor der Zeit des ersten Weltkrieges zu sehen. Nun sind wir wieder auf einem Kiwi-Park mit IAC-Internetanschluss und setzen wieder brandaktuelle Bilder ein. Die nächsten Tage müssen wir erst noch planen, denn wir brauchen dringend noch einen aktuellen Wetterbericht.
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