Dienstag, 1. Dezember 2009

Gute Menschen – schlechte Menschen

Ich wollte ja berichten, ob jemand angehalten hat. Wir haben uns bei Karen in Te Anau einen neuen Haarschnitt verpassen lassen und dann haben wir uns an die Straße, die zum Milford Sound führt, gestellt. Es hat nach 20 Minuten ein Mann (Israeli) gehalten und war bereit, uns bis zum Milford Sound mit zu nehmen. Er wollte zwar noch einige Stopps unterwegs einlegen um zu schauen, doch wir haben ihn überzeugt, lieber eine Cruise zu machen, denn das würde bei dem Wetter mehr bringen. Die Sachen, die er vor hatte, sind bei dem gestrigen Wetter nicht so recht sinnvoll gewesen. Ein Stopp bei den Mirror Lakes (Spiegelseen) bringt nur was, wenn relativ blauer Himmel ist und der See absolut windstill da liegt. So waren wir 15:38 am Terminal (wir wussten, dass unsere letzte Cruise um 15:45 startet) und Kathleen ist rein geflitzt um nach einem Sonderpreis für unseren „Chauffeur“ zu fragen. Sie hat die Fahrt komplett umsonst bekommen und der nette Mann hat sich riesig gefreut. So war uns allen geholfen. Wir haben ihn am Ende der Cruise noch kurz getroffen und er war glücklich, dass er doch eine Cruise gemacht hat. Aber wie die Überschrift verrät, gibt es auch schlechte Menschen. Wir wurden heute Nacht ausgeraubt. Nicht direkt wir persönlich, aber ein paar wirklich böse Menschen haben unsere Mitarbeiterküche geplündert. Sie haben sich die Kartoffelkiste geschnappt, einen großen Mülleimer (die Kartoffeln einfach auf den Boden gekippt) und unseren großen Fleischkühlschrank ausgeräumt, Milch geklaut, 10 Gläser Nutella, Honig und was denen sonst noch so in die Hände fiel. Eine unglaubliche Schweinerei. Hier leben 70 Mann von dieser Küche und Ware kommt einmal die Woche am Freitag. Ich denke mal, bis Freitag müssen wir wohl alle von Konserven leben. Die Stimmung war ziemlich gedrückt. Die Fleischpreise, so ziemlich alle Lebensmittel in Neuseeland sind um einiges teurer als in Deutschland. Unser Manager, der für Essen und Getränke (F&B) zuständig ist, hatte ziemlich schlechte Laune. Wir alle sind jetzt gespannt, was es wohl für Folgen geben wird. Wir hoffen alle auf eine Überwachungskamera, aber das auch einem anderen Grund. Wir würden gern die kleinen Ferkel aufspüren, die regelmäßig ihr Geschirr den anderen zum Spülen überlassen. Wir werden sehen.
Und hier schreibe ich mal wieder ein Hausfrauen-Tipp für leckere Schokaladen-Brownies. Das ist eine Spezialität aus der australisch- / neuseeländischen Region:
- 250g Blockschokolade grob hacken
- 250g Butter
- 400g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 4 Eier
- 250g Mehl
- 250g gehackte Walnüsse

Die Butter im Wasserbad erhitzen und Schokolade dazu geben. Rühren bis geschmolzen und weiter rühren bis es nur noch lauwarm ist, dann Zucker, Vanillezucker und Eier dazu rühren bis Zucker aufgelöst ist. Dann Mehl und zuletzt die Nüsse unterrühren, dann den Teig auf einem (kleinen) Backblech bei 200°C für 30 Minuten backen, den heißen Kuchen in Stücke schneiden und wenn kalt mit Puderzucker bestäuben. Guten Appetit.