Die reichlich 40 Kilometer über feuerrote Sandpisten haben wir schnell hinter uns gebracht und uns erwartete eine herrliche Bucht mit weißem Sand und türkisblauem klaren Wasser. Abends gab es keinen idealen Stellplatz mehr, aber wir machten noch einen Strandspaziergang und gerieten (absichtlich) mit einem Mann ins Gespräch, der für uns den idealen Stellplatz belegte. Er sagte uns auch bereitwillig, dass er am nächsten Tag wieder heim fahren würde und so lauerten wir mit Fernglas bewaffnet, bis er einpackte und übernahmen dann direkt nach ihm den perfekten Campspot. Leicht erhöht auf einer knallroten Sanddüne mit Blick aufs blaue Meer und ab nachmittags schattig. So wollten wir noch drei Nächte aushalten. Mittlerweile gefällt es uns so gut, dass wir spontan noch weitere vier Nächte bleiben wollen, aber morgen müssen wir nach Broome fahren, unsere Eiswürfel haben sich in eine riesigen Pfütze in der Kühlbox verwandelt. Damit unsere frischen Sachen nicht kaputt gehen und wir auch neues Wasser bekommen, geht’s morgen kurz nach Broome (wo ich auch diesen Blog einstellen will) und dann wieder hier her. Einen besseren Platz zum Ausruhen und Batterien auftanken konnten wir für uns nicht finden. Zuerst haben wir gedacht, dass Interessanteste werden wohl die Mahlzeiten und ein Bad im 25°C warmen Meer sein, aber nicht ganz. Am ersten Tag auf unserem Platz lernten wir ein Paar kennen (wir liegen halb an einem Spazierweg in die nächste Bucht) und sie erzählten uns, sie stehen neben einem Fischer, der auch hier Urlaub macht, nur zum Spaß fischen fährt und ihnen jeden Abend Unmengen an Fisch anbietet. Kathleen, als Fischesser hat gleich gesagt, sie sollen gern welchen nehmen, wir holen den ab. Abends kommen die beiden wieder mit einem riesigen Stück spanischer Makrele, und hauen das Stück auf unseren Tisch. Knapp zwei Kilo feinstes, mageres und frischestes Filetfleisch. Wir haben an diesem Abend nur Fisch ohne Beilagen geschlemmt – es war super lecker. Am nächsten Tag kam der Fischer selbst und brachte uns wieder ein reichliches Kilo bestes Makrelenfilet. Der ganze Fisch war reichlich 1,5m lang und er kann es nicht essen und fährt sowieso wieder raus. Wir haben uns riesig gefreut und erneut gab es nur besten Fisch zum Abendbrot, der im Supermarkt kaum zu bezahlen ist. Aber auch andere Dinge passierten. Am zweiten Abend während Kathleen die Makrele schnitt, entdeckte sie mit einem kleinen Sprung in die andere Richtung eine Olive Python nur zwei Meter entfernt. Die harmlose (zu dem Zeitpunkt wussten wir das aber nicht) aber knapp zwei Meter lange und vielleicht 3-4cm lange Schlange untersuchte anscheinend die Neuankömmlinge auf diesem Stellplatz. Sie schaute und züngelte, schien zufrieden und trollte sich nach einer Weile wieder in die dichtbewachsene Düne. Wir waren nach einem ersten Schreck äußerst interessiert. Leider war es schon sehr dunkel und für die Videokamera blieb nicht mehr allzu viel Licht. Kurz nach der Schlange rannte ein kleiner Lizard (vielleicht 50cm lang) unter dem Auto hervor und setzte sich vor meine Füße. Da sie aber harmlos sind, schauten wir uns ihn genauer an und entdeckten, dass er verwundet war und sein rechtes Hinterbein zog. Vielleicht sollten wir ihm helfen. Aber nach einer kleinsten Berührung war er wie der Blitz verschwunden. Am Rande unseres Platzes in Richtung Strand machten wir noch viele Krebse aus, die sich Muscheln verschiedenster Größe als Haus gesucht haben und wahrscheinlich auf Nahrungssuche unterwegs waren. Doch das Highlight der Tierbeobachtung waren Mittags auf dem Meer zu sehen. Zwei Wale spielten dort und man sah (und hörte) die riesigen Schwanzflossen wellenförmig aus dem Wasser kommen und auf das Wasser klatschen. Ab und zu wölbte sich ein riesiger schwarzer Buckel aus dem Wasser begleitet von einer Wasserfontäne. Fast alle Leute standen am Strand und schauten gebannt durch ihre Ferngläser. Leider war es weit weg, aber eindeutig zu erkennen. Am Morgen, während des Frühstücks sahen wir plötzlich wieder eine kleine Schlange bei uns, kämpfend mit einer kleinen Echse. Aber die Schlange hatte sich wohl ein wenig übernommen und nach einer Weile entkam die Echse (wahrscheinlich heilfroh) aus dem Würgegriff der kleinen Schlange und rannte – Haste was kannste – unter unser Zelt.
Ansonsten genießen wir die Zeit – es hat den ganzen Tag immer reichlich 30-36°C im Schatten, lesen viel , gehen am Strand spazieren, genießen die malerischen Sonnenuntergänge über dem Meer und diskutieren abends im Mondschein (hier ist gerade Vollmond) und bei Kerzenlicht mit einer Dose 4X unsere weitere Route und andere schöne Sachen. Was nach Broome kommt wissen wir auch noch nicht genau. Wir werden sehen. Der Dachgepäckträger trägt wieder, mit einer kleinen Schiene und einer Metallschelle wie beim gebrochenen Arm. So kann es doch wieder weiter gehen.
Ansonsten genießen wir die Zeit – es hat den ganzen Tag immer reichlich 30-36°C im Schatten, lesen viel , gehen am Strand spazieren, genießen die malerischen Sonnenuntergänge über dem Meer und diskutieren abends im Mondschein (hier ist gerade Vollmond) und bei Kerzenlicht mit einer Dose 4X unsere weitere Route und andere schöne Sachen. Was nach Broome kommt wissen wir auch noch nicht genau. Wir werden sehen. Der Dachgepäckträger trägt wieder, mit einer kleinen Schiene und einer Metallschelle wie beim gebrochenen Arm. So kann es doch wieder weiter gehen.
